Neue Geschichten aus Kingsbridge
18 Jahre sind eine lange Zeit. So lange mussten die Fans von Ken Folletts Meisterwerk "Die Säulen der Erde" auf eine Fortsetzung des Romans warten. Mit "Die Tore der Welt" hat der Brite seinen Jüngern nun einen weiteren Monumentalroman vor die Füße geworfen - das Buch umfasst knapp 1300 Seiten und ist mit reichlich kleinen Buchstaben auf relativ dünnem Papier gesegnet.
Zum Glück gibt es Hörbücher. Die machen es einem wesentlich leichter, sich historische Romane derartiger "Bandbreite" zu Gemüte zu führen. Wenn dann die Fortsetzung eines großen Romans auch von dem gelesen wird, der das Prequel gelesen hat, dann ist eigentlich alles in Butter. Bei Ken Folletts "Die Tore der Welt" ist das zum Glück der Fall, denn auch hat wieder Joachim Kerzel (deutsche Synchronstimme u. a. von Harvey Keitel, Jack Nicholson, Anthony Hopkins) seine "Stimme im Spiel".
Zum Inhalt: 1327 werden vier Kinder aus der Stadt Kingsbridge unfreiwillig Zeuge eines Kampfes und somit auch eines Geheimnisses. Alle vier leben unterschiedliche Leben und sind doch ständig vereint durch einen Schwur, den sie als Kinder schwören mussten. Vier verschiedene Charaktere - von der aufrechten Frau, die nur der Liebe folgen will bis um machthungrigen Geistlichen, der Prior in Kingsbridge werden will. "Die Tore der Welt" geizt nicht mit ausschmückenden Erzählungen und zahllosen Fakten.
Das Hörbuch kommt in einer gekürzten Fassung daher - ansonsten wäre der Rahmen wohl auch eindeutig gesprengt worden. Einen Abbruch tut es dem Werk aber dennoch nicht. Ken Follett schafft es erneut, einen fesselnden Historien-Roman zu erschaffen.

