Die Arctic Monkeys sind ein Paradebeispiel für die enorme Verbreitungskraft des Internets. Die Indie-Rock Band wurde allein durch die Bereitstellung ihrer Songs auf deren Homepage über Nacht zu Stars - vier Jungs aus dem Norden Englands - Alex Turner (Gesang und Gitarre), Jamie Cook (Gitarre), Andy Nicholson (Bass) und Matt Helders (Gesang und Drums). Sie finden sich 2001 zusammen und proben in der heimischen Garage. Die ersten Konzerte finden zwei Jahre später in Sheffield statt und die Jungs sammeln die ersten Anhänger ihres Sounds, der irgendwo zwischen Indie-Rock und Postpunk liegt.
Die 19-Jährigen werden immer öfter gebucht und mausern sich zu lokalen Größen, die es immerhin bis nach London schaffen. Die Nachfrage steigt und die Arctic Monkeys nehmen ihre ersten Demos auf. Die Tapes stellen sie auf ihrer Homepage zum kostenlosen Download zur Verfügung. Diese Entscheidung ebnet ihnen den Weg in die Zukunft, denn die Songs verbreiten sich wie ein Lauffeuer. Die Arctic Monkeys werden rasend schnell bekannt und die Tour durch England ist sofort ausverkauft. Noch bevor die Musiker ihr erstes Album herausgebracht haben, spielen sie auf einem nordenglischen Musikfestival vor etwa 3000 begeisterten Fans. So etwas hat es bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gegeben.
Diskographie
2006 Who The Fuck Are Arctic Monkeys?
2006 Whatever People Say I Am, That's What I'm Not
Eine findige Plattenfirma wird auf die Arctic Monkeys aufmerksam und engagiert sie vom Fleck weg. Ein weiser Entschluss, wie sich bald herausstellt, denn die erste Single "I Bet You Look Good On The Dancefloor" belegt im Oktober 2005 sofort Platz 1 der englischen Charts. Mit ihrer zweiten Single "When The Sun Goes Down" läuft es ganz genauso. 2006 erscheint schließlich das von den Fans heiß ersehnte Album "Whatever People Say I Am, That's What I'm Not". Dieses stieg ebenfalls von 0 auf Platz 1 der Charts ein, und mit 360.000 Einheiten verkauft es sich besser als alle anderen Alben in den Top 20 zusammen - damit ist es das schnellstverkaufte Debütalbum in der englischen Charts-Geschichte.
Spätestens jetzt sind die Arctic Monkeys nicht mehr zu stoppen. 2006 bekommen sie den Brit Award als beste Newcomer Band. Sie gehen auf Welttournee und spielen ausverkaufte Konzerte in Deutschland, Nordamerika, Australien und Japan. 2006 legen sie nach und schmeißen die EP "Who The Fuck Are Arctic Monkeys?" auf den Markt - eine Hommage an ihren rasanten Aufstieg, den die Musiker selbst nicht so ganz begreifen. Und wieder hagelt es Preise: Sie gewinnen den renommierten Mercury Music Price für das beste britische Album des Jahres 2006
Für die Band gibt es aber keinen Grund, sich zur Ruhe zu setzen, im Gegenteil. Ihr zweites Album "Favourite Worst Nightmare" erscheint im April 2007 und erreicht Platz 1. Und wieder ernten die Arctic Monkeys die Früchte ihrer Arbeit. 2007 sahnen sie bei den Brit Awards sowohl den Preis als beste britische Band als auch eine Auszeichnung für das beste Album des Jahres ab. Nebenbei werden die Musiker gleich zweimal für den Grammy (2007) und viermal für die MTV Europe Music Awards (2006/2007) nominiert. Auch bei den Brit Awards 2008 bekommen die Arctic Monkeys den begehrten Preis als beste britische Band und für das beste britische Album.


