The B-52's gelten als die erste surrealistische New Wave-Band. Sie selbst bezeichnen sich allerdings lieber als die "Beste Partyband des Planeten". Seit zwei Jahrzehnten und mit über 20 Millionen verkauften Platten gehören sie zu den Dauerbrennern auf dem Musik- und Entertainment Markt. Als Kate Pierson, Cindy Wilson, deren Bruder Ricky Wilson, Fred Schneider und Keith Strickland im Oktober 1976 zueinander finden, sind alle noch Studenten. Die Idee, eine Band zu gründen entsteht in einem China-Restaurant nach einer durchzechten Nacht in Athens, Giorgia.
Alle finden die Idee lustig, zumal keiner von ihnen sich für besonders musikalisch hält. Aber die Idee ist geboren und somit auch The B-52's. Der Name leitet sich von den so genannten Beehive-Frisuren der beiden Sängerinnen ab. Es ist der Südstaatenspitzname für eine hochtoupierte und dann mittels Haarspray in Form gehaltene Bienenkorbfrisur. Es folgen erste Live-Auftritte, bei denen sich die Möchtegern-Musiker durch zusätzliche Percussion begleiten lassen und zuvor aufgenommene Gitarrenakkorde vom Band abgespielt werden. So haben The B-52's genug Freiraum, auf der Bühne mit einer ausgefallenen Show zu überzeugen.
Ihre durchgeknallte Art findet schnell Anhänger. Besonders gut kommt die Single "Rock Lobster" an. Berauscht vom unerwarteten Erfolg ihrer Musik pressen sie kurzerhand zweitausend Exemplare von "Rock Lobster" und starten eine Werbeaktion. Und die trägt Früchte: Die Band erhält ihren ersten bezahlten Auftritt in einem Nachtclub. Durch diesen Gig wird nun auch die New Yorker Presse auf The B-52's aufmerksam, was wiederum einen weiteren Zufall mit sich bringt. Ein Manager von Island Records liest den Artikel, wird neugierig und hört sich die Single der Band an. "Rock Lobster" gefällt ihm auf Anhieb und er nimmt die eigentümlichen Musiker sofort unter Vertrag. Mitte 1979 erscheint schließlich die erste gleichnamige LP der Gruppe.
Diskographie
1992 Good Stuff
1989 Cosmic Thing
1986 Bouncing Off The Satellites
1983 Whammy
1982 Mesopotamia
1981 Party Mic
1980 Wild Planet
1979 The B-52's
Das Album geht gut über den Plattentisch und 1980 folgt das Zweitlingswerk "Wild Planet". Das klettert bis auf den Platz 20 der US-amerikanischen Albumcharts. 1985 dann der Schock: Ricky Wilson stirbt. Offiziell wird zunächst von einem natürlichen Tod gesprochen, später heißt es dann er habe Krebs gehabt. Wie sich später herausstellt, ist jedoch Aids die wirkliche Todesursache von Wilson. Nach einer Trauerphase bringt die Band schließlich ihr kommerziell größtes Erfolgsalbum "Cosmic Thing" auf den Markt. Die Platte erhält unter anderem ihre bislang größten Hits "Love Shack" und "Roam".
Der Rummel um die Band und die Erinnerung an ihren Bruder bewegen Cindy Wilson 1990 jedoch zum Ausstieg. Vier Jahre später steuern die verbliebenen Bandmitglieder einen Song für eine Disney-Produktion bei. "Meet The Flintstones" ist die Titelmelodie der "Familie Feuerstein" - Verfilmung und wird dadurch zum Charterfolg. Auf dem Zenit ihrer Karriere beschließt die Gruppe dann allerdings, dass man aufhören sollte, wenn es am Schönsten ist und gibt ihre Auflösung bekannt. Zwar finden sich die früheren Bandmitglieder für zwei Best Of-Compilations immer mal wieder zusammen, aber die Zeiten von The B-52's sollen weiterhin der Vergangenheit angehören. Erst Ende 2007 wird es wieder laut um die Band. Zeitungen wollen herausgefunden haben, dass ein neues Album ansteht. Und tatsächlich - The B-52's geben ihre Wiedervereinigung bekannt und bestätigen, dass sie für weitere Aufnahmen im Studio sind. Zusammen mit ihrem Produzenten Steve Osborne (New Order, Happy Mondays, Doves, KT Tunstall) veröffentlichen sie im März 2008 ihr Comeback-Album "Funplex".

