Swing-Sänger Roger Cicero (eigentlich Roger Marcel Cicero Ciceu) wird am 6. Juli 1970 in Berlin geboren und gilt als einer der wenigen deutschen Künstler, die die eigentlich amerikanische Musikvariante des Swing nahezu perfekt beherrscht. Schon im zarten Alter von nur elf Jahren kann man den Sohn des Jazzpianisten Eugen Cicero auf der Bühne bewundern, wo er im Vorprogramm von Helen Vita auftritt. Weitere Stationen seiner Jugend sind das RIAS-Tanzorchester, wo er seinen ersten Fernsehauftritt absolviert und das Horst Jankowski-Trio, wo er unter anderem gemeinsam mit seinem 1997 verstorbenen Vater Eugen auftritt.
Anfang bis Mitte der 1990er Jahr geht Roger Cicero nach Amsterdam, um dort an der Hochschule der Künste Jazzgesang zu studieren. Nach Zusammenarbeiten mit der Jazzkantine und Soulounge gründet er 2003 ein eigenes Quartett, mit der ausgiebig auf Tour zu sehen und zu hören ist. Aus diesem Quartett entwickelt sich eine 11-köpfige Bigband, mit der Roger Cicero auch heute noch zusammen Musik macht. Obwohl er der Kern dieser Bigband ist, kommt der derzeit ihn als so unverwechselbar auszeichnende Sound nur in Zusammenarbeit mit seinen Musikern zustande.
Auch schon vor seinem Durchbruch ist Roger Cicero in der Musikszene kein Unbekannter. Zahlreiche Kollaborationen mit bekannten Musikern wie Till Brönner, Stefan Gwildis oder Bill Ramsey sichern ihm einen immer höheren Bekanntheitsgrad, den er konsequent für seine Sache nutzt. Cicero nimmt bei diversen Alben und Studioprojekten als Gastmusiker und -autor teil.
Anfang 2006 erscheint mit "Männersachen" das erste Album des Wahl-Hamburgers. Maßgeblich beteiligt an der Entstehung des Albums sind die Songwriter Matthias Haß und Frank Ramond. Sie komponieren den Großteil der CD, Roger Cicero bringt aber auch eigene Kompositionen mit ein. Haß und Ramond sind auch federführend beim letzten Album von Annett Louisan. Als er von beiden eine Auswahl an Songs vorgestellt bekommt, ist er sofort begeistert und will mit Haß und Ramond dauerhaft zusammenarbeiten. Der Erfolg des Albums "Männersachen" gibt ihm recht - die CD wird ein Top 10-Hit in Deutschland, kann aber auch in Österreich und der Schweiz gut abschneiden und steigt in die dortigen Charts ein.
Ende 2006 ist Roger Cicero dann erstmals mit seiner kompletten Bigband auf Tour und macht auch in Frankfurt Halt, wo das Konzert aufgezeichnet wird. Ergebnis dieses Konzertabends ist die DVD "Männersachen live", auf der er die unverwechselbare Stimmung dieses Abends kurz vor Weihnachten einfangen konnte. Dort singt er nicht nur eigene Songs, sondern auch gekonnte Interpretationen zum Beispiel von Rio Reisers "König von Deutschland".
Im Frühjahr 2007 nimmt er dann am deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest (ehemals Grand Prix) teil und setzt sich als Überraschungssieger gegen Altrocker Heinz-Rudolf Kunze und die gecastete Girlband Monrose mit der Mehrheit der Zuschauerstimmen durch. Angespornt durch dieses Ergebnis sieht er nun der Teilnahme am Eurovision Song Contest mit Spannung und Zuversicht entgegen. Am 12. Mai 2007 vertritt er Deutschland in Helsinki, wo er allerdings nur einen enttäuschenden 19. Platz holen kann, weil die osteuropäischen Länder den Song Contest in diesem Jahr dominieren.
Nach zahllosen Live-Auftritten 2007 ist Roger Cicero auch 2008 unermüdlich unterwegs. Pünktlich zur Open Air-Saison sind reihenweise Termine in vielen deutschen Städten geplant.

