Green Day werden noch heute in die Reihe der bekanntesten Punkbands der Geschichte eingereiht. Das liegt daran, dass die Mitglieder schon früh ganz genau wussten, was sie wollten. So konnten sie ihren Style mit aller Überzeugung in die Welt hinausschreien und trafen damit genau den Puls ihrer zeit. Die Geschichte von Green Day beginnt im Jahr 1987. Der erst 15-jährige Billie Joe Armstrong (Vocals und Gitarre) will unbedingt eine Band gründen. In der Pause fragt er seinen Klassenkameraden Michael Ryan Pritchard alias Mike Dirnt (Bass), ob er mit einsteigen möchte. Der willigt ein und bringt gleich noch seinen Kumpel John Kiffmeyer alias Al Sobrante (Schlagzeug) mit.
Fertig ist die Punkband, die allerdings zunächst unter dem Namen "The Sweet Children" auf Garagengigs und in Schulaulas auftritt. Das soll sich jedoch schnell ändern. 1988 spielt die Band ein Konzert zusammen mit "The Lookouts". Larry Livermore, Sänger der Band und frisch gebackener Musikproduzent, ist sofort begeistert vom Sound der drei Jungs. Unter dem Label "Lookout! Records" entstehen einige Studioaufnahmen, die letztlich auf der Platte "39/Smooth" vertrieben werden. Nachdem John Kiffmeyer 1990 beschließt, ein verantwortungsbewusster Vater zu werden, verlässt er die Band und kümmert sich um seinen Collegeabschluss. An seine Stelle tritt nun Frank Edwin Wright III., der frühere Drummer von "The Lookouts". Neue Besetzung, neuer Bandname: Green Day ist geboren.
1992 erscheint das Zweitwerk "Kerplunk", das in der Punk- und Independentszene zu einem echten Geheimtipp avanciert. Der Name Green Day spricht sich herum, und das Album verkauft sich in den USA 680.000 Mal - Platin-Status. Natürlich bekommen auch die großen Plattenbosse Wind von der Sache und Warner Music engagiert Green Day vom Fleck weg. Damit haben sie einen guten Riecher bewiesen, denn wie sich bald herausstellt, wird das 1994 mit Green Day produzierte Album "Dookie" zum Meilenstein des so genannten Punkpop.
Diskographie
2005 Bullet In A Bible
2004 American Idiot
2003 Riding In Vans With Boys (DVD)
2001 Tune In, Tokyo
2001 International Supervideos (DVD)
2000 Warning
1997 Nimrod
1997 Foot In Mouth
1996 Bowling Bowling Bowling Parking Parking
1995 Insomniac
1994 Dookie
1994 Live Tracks
1992 Kerplunk!
1990 39/Smooth
Das Album verkauft sich weltweit über 11 Millionen Mal und erreicht damit den äußerst seltenen Diamant Status. Die ausgekoppelten Singles "Basket Case" und "When I come Around" werden zu den Liedern des Neopunks. Weitere Singles sind "Welcome to Paradise", "Longview" und "She". Im selben Jahr treten Green Day auch auf dem Festival Woodstock II auf.
1995 erscheint das Album "Insomniac", das sich zwar gut verkauft, allerdings nicht an die Erfolge von "Dookie" anknüpfen kann. Das Trio geht auf Europatournee, brechen diese allerdings vorzeitig ab. Als offiziellen Grund geben sie das Burnout-Syndrom an, bereuen ihre Entscheidung allerdings später sehr. Die gewonnene Zeit nutzen Green Day, um im Studio an neuem Material herumzutüfteln. Mit Erfolg - das Album "Nimrod" erscheint 1997 und wird von Kritikern hoch gelobt. Dann wird es stiller um die Band.
Drei Jahre hört man nicht viel von Billie Joe und Co. Es scheint so, als seien sie in einer Art Selbstfindungsphase. 2000 erscheint mit "Warning" ein Album, das mit dem altbekannten Green Day-Sound nicht mehr viel zu tun hat. Es geht eher in Richtung Pop und Songwriter-Style, von Rebellion ist kaum mehr etwas hören. Damit, dass ihre Punkhelden erwachsen werden, können sich die Fans nicht so recht anfreunden. Der erhoffte Erfolg nach der Gradwendung bleibt aus, und Green Day ziehen sich zurück.
Erst vier Jahre später raffen sich Green Day auf und bringen ein neues Album auf den Markt. Damit überraschen sie nicht nur ihre früheren Fans, auch Kritiker loben "American Idiot" in den höchsten Tönen. Sie bezeichnen das Werk als "Punk Oper" und ziehen somit Vergleiche zu The Whos "Quadrophenia". Hier dauert ein Song schon einmal so lang, wie zu früheren Punk Zeiten drei. Und die Platte steckt voller Hits. Single-Auskopplungen sind unter anderem "American Idiot", "Wake Me Up When September Ends" und "Boulevard Of Broken Dreams". Für das letztere Video werden Green Day 2005 vom Musiksender MTV reich belohnt. Sie erhalten bei den Video Music Awards gleich sieben der begehrten Auszeichnungen.
Auch die Verkaufszahlen von "American Idiot" können sich sehen lassen: stolze 14 Millionen Alben wandern weltweit über die Plattentische. Die anschließende Deutschlandtournee ist komplett ausverkauft. 2006 macht die Band gemeinsame Sache mit U2. Mit Bono und Band nehmen sie den Song "The Saints Are Coming" auf. 2007 steuern Green Day ihre Interpretation zum "The Simpsons"-Kinofilm bei und haben darin sogar einen kleinen Auftritt als Comicfiguren.


