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Ganz und gar ungewöhnlich
Was für ein Slut-Einstieg (Sum It Up), ein Song wie ein Abschluss. Und dann die Ouvertüre (Come On) und schon lässt sich eigentlich kaum noch etwas Negatives über dieses Album sagen. Aber dann gibt es diesen "Hau aufs Schlagzeug-drauf-Songs" und man denkt sich: Schade, fing gerade so gut an. Slut polarisieren mit "StillNo1". Gewaltig. Schon auf der Nummer drei sind sie wieder ganz brav und melodisch.
Bei "If I Had A Heart" scheint es, als hätten sie sich die erste Minute bei Bloc Party abgeguckt, um dann á la Keane im Britpop zu versinken. Der "Wednesday" lässt das Piano sprechen und es wird wieder wolkenleicht und unbeschwert. Slut bleiben ganz und gar ungewöhnlich.
"SillNo1" bleibt Programm. Ähnliches sucht man vergeblich, abgesehen von den eben angestellten Vergleichen, aber die Kombination machts. Die Mischung aus Melancholie und Sturmflut. Von wegen Britpop: Die Jungs kommen aus Ingolstadt. Und ganz und gar nicht zufällig ist auch das Cover, ein Gemälde des Berliner Künstlers Sigurd Wendland. Für Christian Neuburger, René Arbeithuber, Gerd Rosenacker, Rainer Schaller und Matthias Neuburger drückt es die ideale Stimmung des Albums aus. Slut sind vielseitige Schöngeister. Anders ist es nicht zu erklären, dass sie auch mal Mitwirkende einer "Dreigroschenoper"-Inszenierung waren. Textlich geht es auf "StillNo1" um Themen wie die Macht des Geldes und einige Ironie. Und für Vinylfreunde ist auch eine Schwarze-Scheibe-Variante im Handel erhältlich.
Playlist
1. Sum It Up
2. Come On
3. StillNo1
4. If I Had A Heart
5. Wednesday
6. Ariel
7. Odds And Ends
8. Better Living
9. Failed On You
10. Tomorrow Will Be Mine
11. Say Yes To Everything
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