Reunion der "harten" 80'er
"Die Mega-Hits der 80'er", was sich wie ein Werbeslogan für einen Radiosender anhört, kündigt in diesem Falle in Verbindung mit "Heavier than ever" das aktuelle Album Atrocitys an. Sie sind wieder da mit "Werk 80 II", Klassik-Metal mit Klassikern aus Deutschland. Zu diesen größten Hits zählen unter anderem Depeche Modes "People are people" und "Fade to grey" von Visage, aber auch einige untypischere, jedoch nicht weniger bekannte Titel wie "Keine Heimat" (Ideal) und "Here comes the rain again" (Eurythmics). "Werk II" ist die Fortsetzung des vor elf Jahren erschienenen "Werk I" von Atrocity, das den selben Weg ging.
Damals sorgten Atrocity für Aufsehen in der Szene und ihr Konzept ging voll und ganz auf. Nun also – im Jahre 2008 – geht die Band um Frontmann Alex Krull den Weg weiter und dem selben musikalischen Ergebnis. Fraglich ist nur, ob es ebenso zündet. Interessant sind zumindest die Details drum herum. In der Deluxe-Edition gibt es zwei CDs mit einem anderen Motiv und dem kompletten "Werk I", wie es seinerzeit auf CD erhältlich war. Zudem wird passend zur VÖ von "Werk 80 II" fast der gesamte Backup-Katalog der Band wieder zu bekommen sein. Und wer genau hinschaut, wird das Covermodel erkennen. Es ist die besondere Stil-Ikone Dita von Teese, die hier eine erkennbarere Figur abgibt als kürzlich auf dem Wiener Opernball.
Atrocity, die es bereits seit 1989 gibt, ließen sich also nicht lumpen, ihrem neuen "Werk 80 II" das entsprechende Niveau zu verleihen. Die erste Clubsingle aus dem Album, "Smalltown Boy" (Bronski Beat) stieg in die DAC, die deutschen Alternativ-Charts, ein und das aktuelle Album ging schon vor Veröffentlichung auf Platz 4 in den MRC 30, den Metal und Rock DJ-Charts. Das ist doch schon mal was. Scheint also zu klappen, die "Werk"-Reunion.

