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CD Kritik vom 1.2.2008

Hot Chip: Made In The Dark

Hot Chip: Made In The Dark | CD Kritik
Hot Chip
Made In The Dark

Mit jedem Ton speziell

Ganz und gar ungewöhnlich ist "Made In The Dark" von Hot Chip. Da trampeln Sounds durch die Boxen, die einem alten C64-Spiel entsprungen sein könnten. Dazu ein paar elektronische Drums und auf keinen Fall zu viel Melodie, so könnte man meinen. Hot Chip sind verspielt und geben wirklich niemanden einen Anlass zu einer Kategorisierung ihres Sounds. Der Name "Made In The Dark" ist Programm.

Blicken wir einmal in die Psyche, dieser positiv verstörten Truppe. "Made In The Dark" ist schon ihr drittes Album. Man könnte hier meinen, dass sie bisher nur einfach so unbemerkt vor sich hinwerkelten. Weit gefehlt. Hot Chips Vorgänger schaffte es sogar zu einer Nominierung für den Mercury Music Prize, ein Gegenstück zum Brit Award, bei dem alljährlich das beste britische Album ausgezeichnet wird. Es waren zwei Schulfreunde, die sich mit billigen Synthis an ihren ersten Aufnahmen versuchten. Ein weiterer Mitschüler stieß hinzu. Jetzt sind sie vier und schon einige Schritte weiter.

"Made In The Dark" dürfte Hot Chips Akzeptanz in der ganzen Welt weiter festigen. Bisher haben sie sich durch ihre Einzigartigkeit eine passable Fangemeinde vor allem live erspielt. Bekannt dürften sie einigen Hörern aber auch durch ihre Remixe sein, unter anderem für Scissor Sisters, Kraftwerk, Gorillaz und sogar den Stones. Das aktuelle Album zeigt auf elektronische Art, wie es geht, Tanzflächenfüller ebenso wie Balladen abzuliefern, die sich aber trotzdem jeder typischen Kategorisierung entziehen. Ein Begriff geistert jedoch umher: Headcrush-Pop. Das sagt doch alles aus, oder etwa nicht?

Playlist:

1. Out at the Pictures
2. Shake a Fist
3. Ready for the Floor
4. Bendable Poseable
5. We're Looking for a Lot of Love
6. Touch Too Much
7. Made in the Dark
8. One Pure Thought
9. Hold On
10. Wrestlers
11. Don't Dance
12. Whistle for Will
13. In the Privacy of Our Love

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