Ohne Überraschungen
Ironischer Albumtitel: "Silence Is Golden". Dabei geht es recht hart zur Sache. Aber irgendwie wird man den Eindruck nicht los, dass das Album nicht aus einem Guss entstanden ist, sondern ein Song vom anderen aufgebrüht wurde. Das erste Album der Hush Puppies "The Trap" war durchaus erfolgreich, hatte Hitsingles wie "You're gonna say Yeah". Ob dem Nachfolger nun das gleiche Schicksal ereilt bleibt abzuwarten.
"Silence is golden" kommt mit grungigen Gitarren und verschrobenen Melodien. Die Ursprünge der Hush Puppies liegen in Südfrankreich. Von dort ging es mit den musikalischen Vorbildern im Ohr wie The Who und The Kinks ins Studio, um "Garagensound" zu produzieren. Gut, das ist gelungen, aber es will nicht so recht mitreißen oder zumindest mal aufhorchen lassen. "A Trip To Vienna" und "Lost Organ" sind mit den gleichen Abläufen gestrickt, das Ende beinahe identisch und auch für den Rest des Albums ist keine Überraschung zu erwarten.
Dabei haben sie durchaus ironische Textpassagen, in denen sie ganz bescheiden nach den Sternen greifen, "I want my Kate Moss, I want my Rolls-Royce". Der ganz große Durchbruch und Ruhm wird den Hush Puppies aber mit "Silence Is Golden" sicher nicht gelingen. Und irgendwie kennt man diesen Albumtitel ja auch von woanders her. Und den Begriff Hush Puppies ja auch. Wie gesagt: keine Überraschungen. Ihr Label offeriert das Album als Gesamtkunstwerk, fragt sich nur, in welcher Hinsicht.

