Traumhaftes Debüt einer 17-Jährigen
Mit einem kunstvoll gestalteten Cover hat man schon die erste Aufmerksamkeit. Mit einem Blick ins ebenso schöne Booklet sollte eigentlich alles klar sein. Fehlt nur noch die Musik. Laura Marling gibt auf "Alas I Cannot Swim" ihr Bestes. Ein bisschen Folk, ein bisschen Lagerfeuerromantik, aber ganz viel schöne und kraftvolle Arrangements. Laura Marling spielt Gitarre, hat Streicher dabei und spielt auf "Alas I Cannot Swim" mit Geräuschen, als reise sie gerade mit einem Pferdewagen durch die Welt.
Ein beachtliches Debüt, bei dem es Spaß macht, zuzuhören, hat Laura Marling hier abgeliefert. Da freut man sich, dass es doch noch gelingen kann, hoffnungsvollen Talenten ohne viel Kompromissen einen Plattenvertrag zu geben und sie schwimmen zu lassen. So ist das Album sehr authentisch und gefühlvoll geworden.
Von der 28-jährige Britin Laura Marling weiß man nicht viel, nur, dass sie schöne Songs für das Album geschrieben hat. "Ich habe immer gesagt, ich werde nie Liebeslieder schreiben, doch das war als ich noch jung war und nicht wusste, was Liebe eigentlich ist. Also schreibe ich jetzt Liebeslieder – aber diese sind nicht sonderlich nett," sagt Laura Marling. Aber sie klingen schön. Auch von Religion und menschlicher Psychologie in all ihren Facetten singt sie. Und das mit einer Stimme, die wie von einer reifen lebenserfahrenen Künstlerin klingt. Dabei ist sie erst 17 Jahre alt. Jetzt darf man dem Debüt "Alas I Cannot Swim" nur wünschen, dass es sich durchsetzt. Denn das hat es in seiner Genialität allemal verdient.

