
Der meint das auch so
Blickt man auf den deutschen Hip-Hop-Kosmos, kann man viele Akteure sehen, die sich, anders als Massiv, um Kopf und Kragen reden. Kaum wer schafft es, seine großen Worte mit Taten auszufüllen. Ihre Ansagen verhallen im Nichts, als würden sie alleine in der Wüste stehen und einem Kaktus erzählen, wen sie alles überragen und was sie erreichen werden. Massiv dagegen ist echt.
Noch nie hat ein Newcomer im hiesigen Hip-Hop-Game so schnell die Gemüter der Spieler erregt. Noch nie fühlten sich so viele von einem Newcomer wie Massiv so provoziert. Während einige Arrivierte kein Problem damit haben, ihm ihren Respekt zu zollen, gehen andere vorsichtshalber in Deckung. Natürlich nicht, ohne hinterrücks ihre Sticheleien in Richtung Massiv loszulassen. Denn sie wissen, Massiv wird ihnen gefährlich.
Sie spüren, dass er genau das erlebt hat, wohin sie sich in ihren Texten zu träumen versuchen. Und sie fühlen, er ist ihnen einen Schritt voraus. Und Massiv belässt es nicht dabei, auf seine Härte zu verweisen und diese als Legitimation für seinen Rap zu nutzen. Er macht seinen Hörern Mut, an sich zu glauben, an ihre Träume und Talente. Herausgekommen ist ein Album, das nicht nur musikalisch in sich stimmig ist. Seine Texte, seine Flows erinnern an keinen der aktuell angesagten Rapper, was heutzutage an sich schon eine Leistung ist. Gut, ein sich in Reimtechnik verlierender Rapper ist er nicht geworden. Aber die Bilder, die er mit seinen Worten erzeugt, gehen fraglos unter die Haut.
1. Intro - Prototyp Kanacke
2. Ich habe meine Träume wahr gemacht
3. Ein Mann - ein Wort
4. Wir sind alle gleich
5. Teledin
6. Es tut mir leid
7. Weißt du wie es ist
8. 2 Redakteure
9. Mama
10. Wir sind Kanacken
11. Der die Träume bewahrt
12. Palastine
13. Ich bin kein Berliner
14. Das ist mehr als nur Strassenrap
15. Der Löwe
16. Zur Erinnerung
17. Ende der Zeit
18. Leichenwagen
19. Der Araber
20. 9mm breit
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