Immer noch der gute "Alte"
Mal überlegen, wie lange liegt das zurück? Die erste Stoppok-Platte? Eine Ewigkeit und seinerzeit noch eher ein NRW-weites lokales "Problem". Aber immer schon anders und im gewissen Maße provokativ. Und nun war es mal wieder Zeit, das Maul aufzumachen, für "Sensationsstrom". Zeigefinger, weise Worte: typisch Stoppok. Schöner Rock, manchmal Herz zerreißende Melodien mit Drama-Atmosphäre wie aus einem Spielfilm. Gut, dass es noch Leute wie ihn gibt, die sich nicht zurückhalten, den Spiegel aufzustellen, über den jeder zwangsläufig fallen muss, möchte man an dem Musiker vorbei. Der Sensationsstrom wartet darauf, aufgedreht zu werden. Garantiert ohne Konkurrenz.
Aber das Geschäft belebt er trotzdem, mit Folk, Rock'n'Roll - Songwriting mit Schrammelgitarre, mit Herz und lockerem Plappermaul. Einen wie Stoppok muss es geben. Einer der aufzeigt, trotz aller Coolness. Für Stefan Stoppok ist noch lange nichts zu spät, so lange es Dinge gibt, über die es sich zu reden lohnt und Probleme, die besprochen werden müssen. Stoppok kennt sie alle, die Hochs und Tiefs. Auf "Sensationsstrom" ist er aber wieder obenauf, mit Gefühl und Verstand, mit einer Neuentdeckung am Schlagzeug, mit langjährigem Weggenossen und Mittexter an den Keyboards.
Und um auf die Eingangsfrage zurückzukommen: 25 Jahre, als er sich mit seiner Band und "Saure Drops und Schokoroll" ins Business stürzte. Und eigentlich sind es schon 30 Jahre. Und Hendrix-Fan Stoppok hat seinen kühlen Kopf behalten und bleibt ehrlich und authentisch, als wäre es gestern, als er die Bühne frisch und unbedarft betrat.

