Ein Traum in sanften Tönen
Der Titel des Albums sagt es schon aus: "The Dream" ist genau das, was der Inhalt zu bieten hat. The Orb scheinen hier einen fiktiven Film zu vertonen. Jeder Track eine andere Szene: von Verfolgungsjagden bis Beziehungsdrama. The Orb bestätigen mit "The Dream" ihr Image als DIE spezielle Elektroformation und schaffen es auch in der Gegenwart, sich zwischen Formationen wie "Underworld" und "Chemical brothers" zu behaupten.
Aber was macht The Orb eigentlich aus? Geht man weit in die Geschichte der Formation zurück, so stößt man unter anderem auf "Blue room" von 1992, der längsten Single, die jemals an der Spitze der britischen Charts stand - mit fast 40 Minuten Spielzeit. Und eine ihrer ersten Veröffentlichungen war der 23-Minuten lange Track mit dem einprägsamen Titel "A Huge Ever Growing Pulsating Brain That Rules From The Centre Of The Ultraworld". Und jetzt also "The Dream".
Hier zeigen die "Orb"-Mitglieder Alex Peterson und Youth (Ex- Killing Joke) das viele Schubladen, in die man Künstler gerne stecken möchte, eigentlich eng beieinander liegen und die Genre mischen, was eine wirkliche Festlegung ungemein schwer macht - zum Glück. Auf "The Dream" treffen Indianische Traditionals auf Reggae, psychedelischer Elektrosounds auf indische Trommeln. Alles geht und ergibt eine wunderbare und vor allem angenehm hörbare Einheit. Und noch tiefer hinein in den Genuss des Traums geht es mit einem Kopfhörer.

