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CD Kritik vom 15.2.2008

The Spill Canvas: No Really, Im Fine

The Spill Canvas: No Really, Im Fine | CD Kritik
The Spill Canvas
No Really, Im Fine

Bereit für die weite Welt

Eine schwierige Aufgabe, unter den vielen angesagten Rockbands, die alle ähnliche Strickmuster haben, einen eigenen Stil zu erkennen. Auch The Spill Canvas sind davon nicht ausgenommen. Auf "No Really, I'm Fine" geht es zwar richtig schön zur Sache, aber nach viel Eigenwilligkeit muss man nicht suchen. Aber muss es immer darauf ankommen? Auf das eigene Etikett? The Spill Canvas machen jedenfalls Laune. "No Really, I'm Fine" könnten sie sagen, wenn man hierzulande mit ihnen noch nicht viel anfangen kann. Vielleicht ändert sich das mit diesem Longplayer.

Zumindest sind sie mit einem Deal bei Warner ja gut aufgehoben und in guter Gesellschaft zwischen Bands wie Smashing Pumpkins, Linkin Park und Him. Zurück zu "No Really, I'm Fine": Gitarren bilden den Schwerpunkt und Melodien. Manchmal klingen The Spill Canvas nach weite Welt zwischen Cowboys und Indianern, manchmal nach Monstertruck-Rennen, nach Amerika mit Heimat in South Dakota.

Kreativer Kopf ist Nick Thomas, der zuvor als Singer/Songwriter unterwegs war und nun mit The Spill Canvas das zweite Album vorlegt. Sie bleiben bodenständig und möchten auf jeden Fall in Sioux Fall bleiben, weil ihnen "New York vollkommen überfüllt" vorkommt. Aber zumindest kommt das bei "No Really, I'm Fine" gut durch: die Erdung. Ehrlicher Rock mit Genuss. Mal sehen, ob sie ihren Platz in der großen weiten Welt behaupten können. Nick Thomas ist jedenfalls vom Fach. Er schreibt seit seinem fünfzehnten Lebensjahr Songs und zog schon früh mit einem Akustikset durch die Clubs und Kneipen seiner Heimat. The Spill Canvas sind bereit. Man muss sie nur lassen.

Playlist:

1. Reckless Abandonment
2. All Over You
3. Battles
4. The Truth
5. Saved
6. Hush Hush
7. Low Fidelity
8. Connect The Dots
9. Bleed, Everyone's Doing It
10. Appreciation And The Bomb
11. One Thing Is For Sure
12. Lullaby

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