
Funk-Discobeats für alles Mögliche
Ein Album für alle Friseure, denn zu dieser Musik passt Fönfrisiertes und Hochtoupiertes. Man kann "Teraphonic Overdubs" aber durchaus auch mit in den Urlaub nehmen, weil es eine annehmbare Unbeschwertheit an den Tag legt. Zudem ist Chris Joss mit diesem Longplayer multinational: mit indischen und brasilianischen Einflüssen. Allerdings darf auch nicht verschwiegen werden, dass so mancher Track nicht unbedingt leicht in die Gehörgänge krabbelt.
Also noch mal von vorne: Es ist Funk, aber kein Angestaubter, es ist Disco, aber keine für den Mainstream-Dancefloor. Geht man die genutzten Instrumente durch, entdeckt man eine illustre wie kuriose Mischung: Flöten, Sitars, Marimba, Cembalo, Congas. Und dennoch lässt sich eine leichte "Elektrik" nicht verleugnen. Alles also außergewöhnlich auf "Teraphonic Overdubs".
Wer aber eine moderne Frisur trägt und diese behalten will, erst mal auch nicht in Urlaub fährt und keine Lust auf einen Club hat, kann das neueste Werk des Produzenten und Instrumentalisten Chris Joss immer noch zu Homelisteningzwecken einsetzen und dabei die Bude aufräumen, denn langweilig ist das Album jedenfalls nicht. Nur eben nicht unbedingt leicht verdaulich. Und ein Blick in die obligatorische Thanks- und Sympathisantenliste verrät, dass der Typ in guter Gesellschaft ist: Jody Watley, Fort Knox 5 und Kraak & Smaak – allesamt keine Unbekannten und Meister ihres Fachs.
1. Magic Tubes
2. I Want Freedom
3. Count the Daisies
4. Get with It
5. Jungle Dolls
6. Fatality Strikes
7. Atomic Tape
8. Slack the Slammer
9. Summer Springs
10. Luna Rides Back
11. Room with a VU Meter
12. Surgelator Action
13. Granted
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