Vom Plattenbau zum TopHits-Klau
"Dieter Bohlen hat gestohlen, alle Hits aus Polen" sagen die Popolskis, die eigentlichen Erfinder der Popmusik. Es war die Opa, der - nachdem er beim Pfarrfest von Pyskowice nach 22 Gläser Vodka auf das Wohl der Jungfrau Maria getrunken hatte - der Perlen der Popmusik, ein Begriff der eigentlich von Popolskimusik abgeleitet wurde - geschrieben hat, allen voran den Hit, der bis heute "als die Mutter aller Popsongs" gilt: "Ei dobrze, dobrze dralla!" Aus die Opas Feder stammen so 128.000 TopTenHits, "die später allesamt von einem windigen Gebrauchtwagenhändler entwendet und in alle Welt verscherbelt und völlig verhunzet wurden", wie die völlig verarmte Familie aus Polen behauptet, was auf "Der Popolski-Show" eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht wird.
Danusz, Pawel, Dorota, Mirek, Andrzej, Tomek, Henjek und Stenjek, Janusz, Isidor und Bogdan sind die vollständigen Popolskis, die von "Cheri cheri Lady" als rockige Hommage an die schöne Kirschverkäuferin vom Zabrzer Gemüsemarkt bis hin zu "Sexy Bomba", einer mitreißenden Interpretation des Tigers von Zabrze, jede Menge Originalliedgut verkörpern, die in einer vergilbten Wohnung einer herkömmlichen Plattenbausiedlung nun den Weg auf CD gefunden haben, um der Welt live zu zeigen, dass niemand anderes diese großen Hits mit so viel Herz spielen kann wie der Popolski-Show.
Und jetzt mal im Ernst: Wer immer noch nicht weiß, wovon hier gesprochen wird, dem sei gesagt, dass der Alter Ego des ältesten Bruders Pawel Popolski, Achim Hagemann, schon mit Hape Kerkeling den legendären "Hurz" mitperformte und jetzt in Form dieses grandiosen Geniestreichs die ganze Welt mit seinen "polnischen" Freunden erobert, die insbesondere live alle Facetten offenbaren, die dieser Popolski-Show zu bieten hat. Derzeit wird es wohl kaum etwas Vergleichbareres geben, was einen überaus unterhaltsamen und belustigenden Abend mit einem gewollten und intelligenten Vorschlaghammer verspricht.

