Von Verzweiflung und Erlösung
Es darf gerne mal wehtun, dachte sich wohl Diamanda Galas, als sie das erste Lied "8 Men and 4 Women" einspielte. Was immer man bisher mit dem Begriff "Virtuosität" in Verbindung bringen mag, hier passt es wie die Finger auf die Tasten: konfus und undurchsichtig bis an die Schmerzgrenze. Sieben Songs fasst "Guilty! Guilty! Guilty!" von Diamanda Galas. Das Stichwort, das über allem steht heißt: Avantgarde.
Ist es Klassik, ist es Pop oder hat es seine eigenen Regeln? Wohl eher Letzeres. "Guilty! Guilty! Guilty!" ist unkonventionell mit seinen markantem Gesang und kuriosem Tastenspiel. Diamanda Galas erntet stetig internationalen Beifall, zum Beispiel für ihre eigensinnigen und politisch orientierten Konzerte. Aber auch für ihren Jazz und Blues.
Ein Blick zurück in die Vita Diamanda Galas: 1982 war das Jahr des Debüts der Komponistin und Sängerin mit einer Aufsehen erregenden Vertonung eines Gedichtes von Charles Baudelaire, der Name: "Litanies Of Satan". Damit verschaffte sie sich Aufmerksamkeit in der New Yorker Kunstszene, und der Film scheint wie geschaffen für ihre Musik. Es war Regisseur Francis Ford Coppola, der Galas markante, fast vier Oktaven umfassende Stimme und ihre Musik für seinen Klassiker "Dracula" verwendete. ein. Oliver Stone bediente sich bei seinem Soundtrack zu "Natural Born Killers". Das aktuelle Album ist - so beschreibt es das Label Mute - "eine Sammlung tragischer und morbider Liebeslieder; es sind "Gospels" der Verzweiflung, Trostlosigkeit und Erlösung."

