Zehn magische Songs
Ein Song reicht immer, um alle Aufmerksamkeit auf die Künstlerin zu lenken, in diesem Falle "Mercy" von Duffy. So ungewöhnlich, so anders, so neu. Ein eigener Stil ohne Klischees und Attitüden. Ohne Schublade, aber mit großer Anziehungskraft. Mit "Rockferry" geht es unbeirrt weiter auf dem Erlebnispfad, den man vielleicht als Sixtie-Country-Swing-Pop bezeichnen könnte. Aber eigentlich wird auch das Duffy nicht gerecht. Retrogefühle kommen auf, Soul-Diven wie die Supremes blitzen durch mit butterzarten Songs mit Tiefgang und aufwändigem Arrangements ebenso wie mit kraftvollen Perlen für zeitloses Hörvergnügen.
Duffys "Rockferry" ist ein Album zum Verlieben und Träumen, Tanzen, zum Weinen und Freuen. Alles drin. Emotionsgeladen ohne billig zu sein, das Orchester im Vordergrund mit vielen Texten aus der Feder der Künstlerin selbst. Werden Vergleiche genannt, fallen Namen wie Dusty Springfield.
Sie kommt aus einem kleinen Ort in Wales, in dem nicht unbedingt die Welt zu Hause ist, sich aber eine Videocassette der Eltern mit Song der Sechziger befindet. Duffys Herkunft ist für "Rockferry" sicher nicht ganz unwichtig. Sie wuchs ohne jeglichen trendigen Einfluss auf, konnte ihre ganz eigene Richtung entwickeln. Und für die Studioaufnahmen war sie einen ganzen Tag lang unterwegs. Ihr Debütalbum wird als das wichtigste des Jahres bezeichnet. Kein Wunder: Es entfaltet eine unglaubliche Magie (und ist auch auf dem altehrwürdigen Vinyl zu bekommen).


