Keine Ruhe nach dem Sturm
Meine Güte, wo haben diese Jungs nur die ganze Zeit gesteckt? Auf jeden Fall nicht den Kopf in den Sand. Und es läuft gerade super für die Jungs. Irgendwann kommt für jeden der Moment der Wahrheit: Fotos sind gut, fallen nicht aus dem Rahmen, hängen auch nicht schief an der Wand, sondern beschmücken das heimische Wohnzimmer und blinzeln mit frechen Texten und schöner Musik in Hochglanz. "Nach Dem Goldrausch" haben sie ihr zweites Album genannt. Klingt nach Ruhe nach dem Sturm und ist das nun wirklich nicht nicht.
Beim Hurricane Festival wurde eine größere Öffentlichkeit auf die Fotos aufmerksam. Klick, bestimmt mit einigen Abschüssen vom Fotohandy begeisterter Fans. Tja, und dann waren da noch die schon etwa 100 Shows, die bis nach England reichten, wo sie keiner verstehen konnte. Und im Mai geht es dieses Jahr sogar nach China. Fotos sind Tom Heßler mit Gesang und Gitarre, Frieder Weiss am Bass, Deniz Erarslan an der Gitarre und Benedikt Schnermann, der die Schlagzeugstöcke in der Hand hält. Auf "Nach Dem Goldrausch" bilden sie eine wunderbare Einheit. "Jetzt ist die Zeit zu explodieren".
Und sie singen "Mach die Augen auf, sag jetzt einfach nichts". Nein, nur die Musik hören, bei der Fotos schon mal irgendwo wie Kante klingen oder Olli Schulz, aber ihren Stil dazwischen doch noch entwickelt haben. Was will man da neu erfinden? Es muss klingen - und hängen bleiben, wie ein Foto an der Wand. Das will man ja auch nicht gleich entfernen, weil man es schon ein paar mal angeschaut hat. Fotos kann man gerne öfter hören und dann könnte sich mit dem zweiten Album auch wieder eine große Öffentlichkeit damit beschäftigen, denn Fakt ist: Hohe Chartplatzierung = "Nach Dem Goldrausch" ist vor dem Goldrausch.

