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CD Kritik vom 28.3.2008

Karl Jenkins: Stabat Mater

Karl Jenkins: Stabat Mater | CD Kritik
Karl Jenkins
Stabat Mater

Rückkehr des New Classics-Stars

Karl Jenkins hat mit Stabat Mater wieder einmal erfolgreich musikalische Brücken geschlagen. In den 1970er Jahren spielte der klassisch ausgebildete Keyboarder und Komponist bei den mittlerweile legendären Soft Machine und  Ian Carrs Nucleus, die die unterschiedlichen musikalischen Kosmen wie Jazz, Rock und Klassik innovativ vereinten.

Das "Stabat Mater", die hoch emotionale Dichtung aus dem Mittelalter, hat neben Karl Jenkins auch schon immer Komponisten aller Jahrhunderte fasziniert: Die jeweiligen Stars ihrer Zeit - Vivaldi, Rossini, Verdi und Dvorák - aber auch Zeitgenossen wie Poulenc und Penderecki haben Meisterwerke über die Muttergottes zu Füßen ihres gekreuzigten Sohnes geschaffen.

New Classics-Star Karl Jenkins, der mit dem Mega-Hit "Adiemus" in den 1980er Jahren Millionen Alben verkaufte (weltweit 17 Platin und Gold Awards), geht mit seinem "Stabat Mater" noch weiter. Mit beeindruckender Leichtigkeit verbindet er wie schon in seinem weltweit erfolgreichen Requiem oder dem zu Zeiten des Kosovo-Konfliktes komponierten Anti-Kriegs-Werk "The Armed Man - A Mass for Peace", auf eine sehr emotionale Weise uralte Texte mit zeitgemäßen Stilmitteln der Klassik.

In gekonnt meisterhafter Umsetzung verschmelzt Karl Jenkins bei "Stabat Mater" unter anderem orientalische Rhythmen und gesangliche Tonalitäten mit Chören unseres Kulturkreise ohne in geringster Weise nur annähernd in die Nähe von Kitsch oder elitärer Klassik zu geraten.

Playlist:

1. Cantus lacrimosus
2. Incantation
3. Vidit Jesum in tormentis
4. Lament
5. Sancta Mater
6. Now my life is only weeping.
7. And the Mother did weep
8. Virgo virginum
9. Are you lost out in darkness?
10. Ave verum
11. Fac, ut portem Christi mortem
12. Paradisi gloria

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