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CD Kritik vom 28.3.2008

Moby: Last Night

Moby: Last Night | CD Kritik
Moby
Last Night

Für die perfekte Nacht

Das Stammlokal von Moby in Manhattan ist vermutlich das dreckigste in ganz New York und er bewohnt seit 15 Jahren eine kleine Wohnung in Little Italy, in dem auch noch sein Studio untergebracht ist. Dabei hat er bei seinem Erfolg gar keinen Grund bescheiden zu sein. Aber natürlich macht ihn sein Minimalismus unglaublich sympathisch: Moby.
Und bei einem Besuch im Kleinod "Teany Cafe", Mobys veganischen Restaurant, hat man den Eindruck, irgendwo am Rande der Stadt fernab jeglichem Straßenlärms und hektischem Alltag zu sitzen. Und während des Genusses eines leckeren Gemüsebratlings hat man wunderbar die Gelegenheit, mit dem iPod mal seine Neue genauer zu betrachten: "Last Night".

Es ist ein Konzeptalbum, bei dem Moby den richtigen Abend im Club und seine Vorbereitung dazu beschreibt. Ein richtiges Tanzalbum also, im typischen Mobystil versteht sich, mit richtigen Songstrukturen, ein bisschen Eighties und ein Piano dazu. Moby, weiß, was man von ihm erwartet. "Last Night" geht gut ins Ohr und in die Beine. Auch wenn der 42-Jährige selbst noch gerne Nächte durchtanzt, ist er sich seinem Alter schon bewusst und braucht bis zu drei Tage, um danach wieder klar zu kommen.

Mit "Last night" geht das schneller. Mit den ersten Takten wird klar, worauf es hinausläuft: Auf ein durch und durch angenehmes Stück Clubmusik, was bereits die erste Single daraus - Disco Lies - eindrucksvoll beweist. Dennoch versäumt Moby es nicht, hinter aller simplen Tanzbarkeit den Anspruch zu proklamieren. Das Video zeigt den Leidensweg vom Huhn zum Fast-Food-Burger. Es endet in einem Blutbad, das an dieser Stelle nicht näher erklärt werden soll. MTV zeigt das Video nur in zensierter Version. Beschränken wir uns also auf das Unzensierte: das Album "Last night", auf dem aber durchaus auch Platz für die Melancholie bleibt ("Degenerates", "Mothers Of The Night"). Denn auch New York hat schöne Sonnenuntergänge vorzuweisen.

Playlist:

1. Ooh Yeah
2. I Love to Move in Here
3. 257. Zero
4. Everyday It's 1989
5. Live for Tomorrow
6. Alice
7. Hyenas
8. I'm in Love
9. Disco Lies
10. Stars
11. Degenerates
12. Sweet Apocalypse
13. Mothers of the Night
14. Last Night

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