Mal ganz privat
In einem Satz: Snopp Dogg ist mal wieder richtig gut und endlich wieder mit einer neuen Scheibe am Start, nachdem man ihn in "Snoop Dogg's Father Hood" im US-amerikanischen Fernsehen begutachten konnte oder auch auch schon mal auf den Covern seiner eigenen Pornoreihe in einschlägigen Videotheken. Dass er musikalisch wieder seinen Mann steht, findet auch eine nicht unbedeutende Mehrheit von echten Plattenkäufern gut, die ihn mit "Ego Trippin'" schon in die Charts gehievt hat. Im HipHop-Olymp ist er ja bereits.
Nun ist er also wieder da (obwohl er ja nie weg war), mit einer Palette an Ideen und diesem ganzen Big Business-Shit. Und in seinem neuen Video "Sexuel Eruption" posiert er als Möchtegern-Prince mit Discokugel und grisseligem Bild wie aus schlechten 80'er Zeiten. Cool. "Ego Trippin'" eben.
"Mir war ausgesprochen wichtig, den Leuten dieses Mal auch eine andere Seite meiner Persönlichkeit zu präsentieren", sagt Snoop zum neuen Album. Gut, aber HipHop ist es natürlich dennoch. Zum Glück. Und jedenfalls trotz der offenen Einblicke alles andere als weichgespült. Seit 16 Jahren spielt er in der obersten Liga, doch so dicht am Menschen Snoop war er noch nie. Für "Ego Trippin'" holte er sich keinen Geringeren als Teddy Riley ins Studio. Eine gute Entscheidung: Die Kollaboration hat sich als richtig erwiesen. Herausgekommen ist ein eingängiges vielseitiges Werk mit neuen musikalischen Einflüssen, eine seltene Offenbarung seines Ichs.

