
Erfolg dank Apple
Merkwürdig, hört man einen verträumten französischen Song mit seichter Instrumentierung mit Klavier, Gitarre, Akkordeon und einer Rhythmik wie von einem langen ruhigen Fluss, muss man immer an "Amelie" denken. Es ist der Nouveau Pop, der sich hier mit Yael Naim und ihrem gleichnamigen Debütalbum von seiner besten Seite zeigt. Aber die Künstlerin singt nicht oft in französisch, sondern in verschiedenen Landesprachen (unter anderem in der ihres Wohnortes Tel Aviv), was dieses Album - neben den faszinierenden Kompositionen - zu einem echten Juwel macht.
Man könnte schon was von ihr kennen: ihren Song "New Soul". Der dürfte bereits einige Radiostationen erreicht haben, eine unbeschwerte "fröhliche Tristesse" mit Pauken und Trompeten, Tamborine und Flöten und einem schmalzigen Chor am Schluss. Man hört es also: Yael Naim ist sehr vielseitig. Und die 29-Jährige geht es richtig an, lässt Trends und Klischees hinter sich, um Songs zu präsentieren, die einem unter die Haut gehen, fast so als wäre es ein Soundtrack zu einer hoffnungslosen Liebesgeschichte.
Dabei war es für eine eher gefühlsmäßig kalte Angelegenheit, für die der Song "New Soul" herhalten musste und seitdem einer Weltöffentlichkeit im Gedächtnis haften blieb: Werbung für Apple-Computer. Und dank des Produzenten David Donatien wurde auch ein Album draus und Yael Naim konnte sich einen Traum erfüllen. Humor scheint sie außerdem zu besitzen. Song 11 ist ein alter Bekannter: "Toxic", den bereits Marc Ronson coverte und den man ja ursprünglich eher von der derzeit gebeutelten Britney kennt. Alles also im grünen Bereich mit Yael. Der Erfolg lässt grüßen.
1. Paris
2. Too Long
3. New Soul
4. Levater
5. Shelcha
6. Lonely
7. Far Far
8. Yashanti
9. 7 Baboker
10. Lachlom
11. Toxic
12. Pachad
13. Endless Song of Happiness
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