Ohne Umschweife weiter
Wenn Thorsten Mewes, Gitarrist bei Die Happy, davon erzählt, dass es viele Bands, mit denen sie angefangen haben, gar nicht mehr gibt, dürfte man umso interessierter daran sein, was Die Happy 2008 auf die Beine gestellt haben. Das Album "Six" auf jeden Fall. Und das geht wieder richtig schön in die Tiefe. Trotz aller Minimalelektronik, die in den Sounds steckt, ist es immer noch Rock. Und das ist gut so. Dem mittlerweile sechsten Album fehlt es nicht an Druckkraft. Und man hat nicht den Eindruck, dass Die Happy keine Puste mehr haben.
Marta Jandova kann wieder zeigen, was ihre Stimme her gibt, nachdem man sie im vergangenen Jahr an der Seite Oomphs in deren Hit "Träumst Du" zu erleben war. Der Albumtitel Six bezieht sich dabei nicht nur unbedingt auf die Tatsache, dass es sich um das sechste Album handelt. "Dieser Titel bedarf keiner weiteren Erklärungen", so Drummer Jürgen Stiehle, "Jedes einzelne Lied spricht für sich, weswegen das Album keinen bedeutungsschwangeren Überbegriff braucht."
Einfach Six also. Und der Rock ist geblieben. Die Happy haben aber ihren Vorgänger "No Nuts No Glory" nicht fortgesetzt, sondern die Arrangements verfeinert und ausgeweitet. Wie gesagt: Musikalische Tiefe. Zurück zu den Wurzeln? Bassist Ralph Rieker: "Wir wollten die Songs wieder bis ins kleinste Detail zu Ende komponieren und ausproduzieren". Also: Die Quintessenz der Sounds optimal auf den Punkt bringen. Passt! Zehn Songs ohne Umschweife.

