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Nicht leicht verdaulich
Ein Leben nach dem Überhit "Crazy" ist möglich, auch wenn es hier und da ein wenig anstrengend ist. Jedenfalls führen Brian Burton (Danger Mouse) und Thomas Callaway (Cee-Lo Green) alias Gnarls Barkley ihren Weg auf "The Odd Couple", ihrem Debüt-Nachfolger, unbeirrt weiter: Schrill, verschroben, unkonventionell, minimalistisch und abstrakt. Es gibt wohl keine Formation, die so eigensinnig Musik macht wie diese beiden.
Für die Eigenständigkeit bleibt jede Schublade offen. Aber es ist schon komisch. Man hört die Songs auf "The Odd Couple" und meint immer noch, man hätte eine verstaubte Blueslegende aus einem Karton vom Dachboden gekratzt. Nö. Alles neu und 2008. Aber ein Sound für eine Generation, die sich gegen jegliche Konventionen und Attitüden wehren möchte. Da kommen Gnarls Barkley sehr recht. Beinahe eine Religion. Sie bleiben sie. Kein Vergleich.
"Crazy" war praktisch der symbolische Song, der das Schaffen Gnarls Barkleys ausdrücken sollte. Normal ist das nicht, was die machen, besonders dann nicht wenn sie auf "Would Be Killer" Tonspuren für einen eigenen Rhythmus rückwärts laufen lassen oder auf "Open Book" Urwaldgeräusche unterlegen, um drüber zu sprechsingen. Die Frage muss aber gestellt werden, ob der Nachfolger ihre zwei Grammies und sechs Nominierungen rechtfertigt, die sie mit dem Erstling "St. Elsewhere" einheimsten. Fest steht, dass "The Odd Couple" keine leicht verdauliche Kost ist. Muss ja auch nicht. Man muss es nur mögen, um die Albumlänge von 40 Minuten durchzuhalten.
Playlist
1. Charity case
2. Who's gonna save my soul
3. Going on
4. Run
5. Would be killer
6. Open book
7. Whatever
8. Surprise
9. No time soon
10. She knows
11. Blind Mary
12. Neighbors
13. A little better
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