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Nichts für schwache Gemüter
Bereits seit 2004 kursierten Gerüchte über ein neues Portishead-Album. Jetzt ist es soweit: mit "Third" ist das dritte Studioalbum der britischen TripHop-Band erschienen. Portishead gelten als legendär, obwohl sie es bisher nur auf zwei Alben und eine Live-CD brachten.
Der typische Portishead-Sound zeichnet sich durch interessante Verkettungen von musikalischen Fragmenten aus, die aber immer wieder zu einem Urpsrung zurückführt und sich sowohl als elektronischen als auch an Elementen aus der HipHop-Szene orientiert. Die neue Platte "Third" macht da keine Ausnahme - als wäre die Zeit für Geoff Barrow, Adrian Utley und Sängerin Beth Gibbons stehen geblieben.
Wer es übrigens nicht wusste: Portishead haben ihren Namen von Geoff Barrows Heimatort. Barrow durfte bei der Produktion des ersten Albums von Massiv Attack helfen (weil er Angestellter in deren Studio war) und fand Gefallen am Sound der großen Vorbilder. So beschloss er, selbst eine Band zu gründen und einen ähnlichen Sound zu machen. Als Name fiel ihm nichts Besseres als der seiner Heimatstadt ein.
Aber zurück zur Musik. "Third" klingt eigenwillig, fast avantgardistisch. Ob das wirklich so geplant war, sei mal dahingestellt - oberflächliche Musik sucht man bei Portishead zumindest vergebens. Fast schon erdrückend-melancholisch kommen manche Titel daher. Die traurige Stimme von Beth Gibbons verfeinert diese Atmosphäre noch und sorgt hier und da für Gänsehaut.
Playlist
1. Silence
2. Hunter
3. Nylon Smile
4. The Rip
5. Plastic
6. We Carry On
7. Deep Water
8. Machine Gun
9. Small
10. Magic Doors
11. Threads
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