
Country for old men
Das Gefühl von Freiheit und Zufriedenheit? Britpop in unendlicher Weite? Im Cowboyhut durch die Rush Hour? Oder lieber mit 'nem ausgebrannten Glimmstengel durch die Prärie? Mit der Mundharmonika durch die Salon-Tür? Born Ruffians ist nicht klar zu definieren. Er hat von allem eben aufgeführten Etwas, kann sich nur schwer festlegen, so wie es auch der Albumtitel schon verrät: "Red, Yellow & Blue". Für diesen Lebemann mit Namen Born Ruffians muss man eine eigene Randgruppe erfinden.
Also: Was ist Ambach? Handgemachtes jedenfalls. Kein Technikfirlefanz, das ist klar. Sehr organisch das Ganze. "Red, Yellow & Blue" stampft sich durch die Boxen, während man sich fragt, was dieser Mann damit zum Ausdruck bringen möchte. Was man von ihm erwarten kann, verraten seine Songs von "Badonkadonkey" bis "Kurt Vonnegut". Aber auch Born Ruffians ist ja auch schon nicht gerade ein einprägsamer Name. Er scheint sich also nicht groß Gedanken gemacht zu haben, ob er damit viele Leute anspricht.
Selbstverwirklichung nennt man das wohl. Born Ruffians ist möglicherweise eine moderne Art des Country. Aber was von ihm zu hören ist, klingt dennoch ausgereift und überlegt. Sein schwieriges Werk ist weder radiotauglich, noch geht es für den Heimgebrauch leicht ins Ohr. Es fordert direktes, konzentriertes Hören heraus, gerne auch mehrmals, um die Finessen von "Red, Yellow & Blue" herauszufinden, wenn es denn welche geben soll.
1. Red Yellow & Blue
2. Barnacle Goose
3. Humming Bird
4. I Need a Life
5. Little Garçon
6. Badonkadonkey
7. Foxes Mate for Life
8. Hedonistic Me
9. In a Mirror
10. Kurt Vonnegut
11. Red Elephant
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