Fürs Tanzbein und den Intellekt
Witzig, locker, funkig und ganz und gar nicht plastisch, das sind Kraak & Smaak. Wer sich so nennt, kann eigentlich nur Gutes raushauen und für Aufmerksamkeit sorgen. "Plastic People" ist das zweite Album der Holländer Oscar de Jong, Mark Kneppers und Wim Plug. Und es ist wahrhaftig eine Erweiterung. Wer das erste Album kennt, wird schon einige Überraschungsmomente entdeckt und sich beim Ausruf "Yeah, thats it!" ertappt haben. Wer noch nichts von Kraak & Smaak gehört hat, dem sei gesagt, dass es sich herbei um ein durch und durch tanzbares Kollektiv handelt, dass den Boogie-Funk huldigt, wenn es sowas gibt.
Letztendlich zählt, das Kopf und Beine in Wallung geraten. Die drei heiteren Zwei haben es mit ihrem besonderen Sound sogar bis in den WDR "Rockpalast" geschafft. Und ihre Videos beweisen auch Klasse, zu "Squeeze Me" lassen sie die Bilder in Form von Daumenkinos laufen. 200 Auftritte seit ihrem ersten Album und jede Menge Inspiration für das ausgereifte zweite "Plastic People" liegen hinter ihnen. Die Fender Rhodes gibt es aber immer noch. Schon nach ihrem Debürt schossen Kraak & Smaak so in die Decke, dass zahlreiche Künstler wie zum Beispiel Jamiroquai Remixe von ihnen wollten.
Zurück zu den Überraschungsmomenten. Die gibt es praktisch mit jedem neuen Song. Langweilig is nich. Hier dampfen die Tracks bis zum Schluss und halten das Album dynamisch. Kraak & Smaak haben sich für "Plastic People" einige der Leute geholt, die für sie schon immer musikalischen Heldencharakter hatten, Mark Brydon von Moloko oder 80'er-Legende Carmel zum Beispiel. Also: Ohren auf für 13 Tracks im Angesichts des bestens ausgestatteten Sommers.

