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CD Kritik vom 13.6.2008

Venom: Hell

Venom: Hell | CD Kritik
Venom
Hell

Grandpa Black Metal?

1981 erschien mit "Welcome To Hell" das erste Album von Venom. Moment mal... Venom? Da war doch was... Richtig! Das Trio aus dem englischen Newcastle sorgte Anfang der 1980er dafür, dass eine neue Musikrichtung entstand. Die schon auf dem ersten Album nicht zu überhörenden antichristlichen Texte und die technisch relativ simple Musik sorgten spätestens nach dem zweiten Album dafür, dass die Band eine neue Musikrichtung erfunden hatte - Black Metal war geboren. Gleicher Name wie Album Nummer zwei von 1982.

Damals ein echter Aufreger. Lange vor Bands wie Metallica oder anderen späteren Megastars des Metal-Genres gelang es Venom, sich als authentische Band zu profilieren. Damit schafften sie es, eine ganze Generation von Musikern zu beeinflussen. Bis 2006 folgten dann neun weitere Alben von mehr oder weniger gleicher Machart. Jetzt ist mit "Hell" das zwölfte Studioalbum erschienen.

Darauf wie erwartet keine wirklichen Neuigkeiten. Black Metal machen die Herren noch immer, das allerdings im Vergleich zu anderen aktuellen Bands des Genres deutlich gemächlicher. Man bedenke, auch Venom sind in die Jahre gekommen. 29 Jahre sind seit der Bandgründung vergangen und obwohl man das Trio noch nicht als Opas bezeichnen kann und sie gegen Leute wie Mick Jagger und Co. noch richtig jung aussehen, merkt man die vielen Jahre doch.

Ganz so flüssig läuft es nämlich auch bei den Erfindern des Genres Black Metal nicht mehr. Allerdings, und das muss man ihnen lassen, sie klingen noch immer konkurrenzfähig. Vielleicht nicht mehr mit dem Anspruch die absolute Nummer eins, dafür mit einem Hauch Legende. Den spürt man auf "Hell" übrigens immer mal wieder.

Playlist:

1. Straight To Hell
2. The Power And The Glory
3. Hand Of God
4. Fall From Grace
5. Hell
6. Evil Perfection
7. Stab U In The Back
8. Armageddon
9. Kill The Music
10. Evilution Devilution
11. Blood Sky
12. USA For Satan
13. Dirge / The Awakening

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