
Der Nachname ist echt...
Bei Christian Venus guckt man sich den Nachnamen genauer an. Heißt der wirklich so? Ja, in der Tat, der Nachname "Venus" ist kein Künstlername. Das hatte er wohl nicht nötig. Mit einem solchen Nachnamen hat man aber in der Tat in Sachen Alleinstellungsmerkmal schon einen gewissen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz. Aber das sind ja alles nur Begleiterscheinungen.
Christian Venus. Sänger, Songwriter und Produzent ist jetzt mit seinem Debüt-Album "3 Uhr morgens" am Start. 12 Songs, rockig und balladesque. Er versucht sich mit einer Mischung aus gefühlvollen Titeln und der richtigen Portion Härte. Das klappt hier und da auch ganz gut. Allerdings ist man beim Hören irritiert.
Grund dafür ist Christian Venus' Stimme. Teilweise fühlt man sich an Kim Frank, den Ex-Sänger von "Echt" erinnert. Ein unschöner Nebeneffekt, kann man die beiden Künstler doch eigentlich überhaupt nicht vergleichen. Sprich, sie haben nicht viel gemeinsam. Ganz besonders aber fällt Track Nummer sieben auf. Sorry, lieber Christian, aber bei "Unglaublich" hast du wohl zu oft Tokio Hotel gehört. Musikalischer und gesanglicher Stil erinnern extrem an die Magdeburger. Das passt nicht.
Ansonsten liefert Christian Venus mit "3 Uhr morgens" ein nettes Album ab. Als Einstand durchaus akzeptabel. Da die Platte größtenteils in Eigenregie entstanden ist gibt es ein paar Respekt-Punkte. Auf die Watchlist kann man ihn allerdings nur bedingt setzen. Dazu muss er einfach noch weitere Alleinstellungsmerkmale einführen - außer seinem Nachnamen.
1. 3 Uhr Morgens
2. Fragezeichen
3. Nach oben
4. Fußballstadion
5. Brandstifter
6. Was auch immer
7. Unglaublich
8. Regenwelt
9. Wie im Film
10. Hysterie
11. Auf'm Sprung
12. Jemand der dich wirklich liebt
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