
Der fabelhafte Sound der Marianne
Sie ist so, wie sie auf dem Cover zu sehen ist: ein farbenfroher Lichtblick im Verblassten. Die Dame, die dahinter steckt, heißt Marianne Dissard und ist eigentlich Wahlamerikanerin. Doch mit "L'entredeux" zeigt sie französische Leichtigkeit, die man am ehesten damit vergleichen könnte, dass sie an der Seite von Serge Gainsbourg 1974 den Part Jane Birkins hätte übernehmen können, wenn Dissard da schon alt genug für gewesen wäre.
Startet sie auf ihrem Album seicht hauchend mit "L'embellie", geht es auf "Le Lendemain" mit fröhlich-energischem Chansons zwischen "Die wunderbare Welt der Amelie" und "Buena Vista Social Club" weiter. Marianne Dissard zeigt enorme Vielseitigkeit. Mal nur mit Gitarre, mal mit ausgefeilten aber vorsichtigen Arrangements, aber immer mit einer besonderen Note, mit Instrumenten wie Mundharmonika, Violine oder Baritongitarre.
Die gebürtige Französin hat "L'entredeux" in der Wüste aufgenommen. Sie verbrachte eine kurze Zeit in Amerika. Dort beginnt die typische Bilderbuchgeschichte. Sie lernt einen einflussreichen Produzenten kennen, genauer gesagt Joey Burns, Mitbegründer von Calexico. Sie singt dort einen Part und arbeitet fortan als Texterin für verschiedene Projekte. Jetzt hat sie ihr erstes französisches Album realisiert, in Arizona, poetisch, gefühlvoll, authentisch. Und natürlich haben Calexico ihren Anteil daran. Sie gaben "L'entredeux" den nötigen Feinschliff, der das Album zu einer wirklich runden (wie auch in CD- und Vinylform) und emotionalen Sache macht.
1. L'embellie
2. Le lendemain
3. Les draps sourds
4. Cayenne
5. Flashback
6. Sans-facon
7. Marci de rien du tout
8. Les draps sourds (waltz)
9. Les c onfettis
10. Ce visage-lá
11. Trop exprés
12. Indiana song
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