
Kein bisschen leise
Metallica-Fans mussten in den vergangnen fünf Jahren stark sein - James Hetfield und Kollegen hatten sich nach "St. Anger" von 2003 eine ordentlich Auszeit genommen, was neue Songs angeht. Allerdings war nach dem "kommerziellen Selbstmord", den die Band nach Ansicht vieler Medien mit dem 2003er Album begannen haben soll, möglicherweise genau aus diesem Grund eine konzeptionelle Auszeit mehr als nötig.
Metallica haben sich auf jeden Fall nicht verschlechtert, Leider aber auch nicht verbessert. Nach Unmengen von NuMetal- und Crossover-Bands, die in die letzten Jahren kamen und gingen, ist möglicherweise das Verständnis für die Art der Musik, die man auf "Death Magnetic" hören kann, ein anderes geworden. Möglicherweise...
Fakt ist allerdings, dass Metallica mit "Death Magnetic" offenbar so hart daran gearbeitet haben, an alte Sounds anzuknüpfen, dass sie einen Sprung in der Zeit getan haben, der mehrere Dekaden umfasst. Gut, sie ließen sich noch nie verbiegen und werden das sicherlich auch in der Zukunft nicht zulassen. Allerdings sollte man sich auch als eine der ältesten und einflussreichsten Metal-Bands nicht ausschließlich auf die Fanbase verlassen.
Geben wir Metallica mit James, Lars und Kollegen also eine Chance und warten, wie sich "Death Magnetic" in der Gunst der Hörerinnen und (wohl eher überwiegend Hörer) so macht. Spannend dürfte das auf jeden Fall werden. Der Auftritt vom letzten Freitag in Berlin hat zumindest gezeigt, dass die "Metal-Opas" noch reichlich Bock auf Rock haben. Und das ist zumindest schon mal eine der wichtigsten Voraussetzungen, die erfüllt werden.
1. That Was Just Your Life
2. The End Of The Line
3. Broken, Beat & Scarred
4. The Day That Never Comes
5. All Nightmare Long
6. Cyanide
7. The Unforgiven III
8. The Judas Kiss
9. Suicide & Redemption
10. My Apocalypse
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