
Schon wieder NDW?
Paulsrekorder sind seit 2002 musikalisch unterwegs, in der aktuellen Besetzung allerdings erst seit 2007. Möglicherweise erinnert man sich noch an Stefan Raabs "Bundesvision Song Contest" Anfang 2008. Dort sang sich die Band mit dem Song "Anna" für Bremen auf den elften Platz.
Jetzt liegt mit "Hier und oben" das erste Album von Paulsrekorder. Darauf gibt es relativ interessanten deutschen Pop zu hören, der mit reichlich elektronischen Einflüssen durchsetzt ist, aber auch mit klassischen Riffs und viel Drums punkten kann.
Punkten heißt nicht überzeugen und da liegt das Problem, vergleichbar zum Beispiel mit Bands wie Jennifer Rostock. Auch Paulsrekorder klingen insgesamt wie eine aufgewärmte NDW-Kombo. Liegt es an der deutschen Sprache? Eher nicht. Einzig die Art dieses "ElektroRockPop" erinnert an die Zeiten vor 25 Jahren.
Natürlich klingt alles technisch deutlich ausgereifter als damals. Man muss sich aber immer fragen, was von einem Album bleibt. Wo ist das Alleinstellungsmerkmal? Kann sich die Band vom Rest abheben? Paulsrekorder gelingt das leider nur bedingt. In der Tat ist "Hier und oben" eine gute Platte, mehr aber auch nicht. Um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, müssen die Herren noch eine Schippe drauflegen.
1. Hol mich hier raus
2. Discomädchen
3. Verschwende meine Zeit
4. An, mach mich aus
5. Jetzt
6. Begraben
7. Anna
8. Lauf
9. Hier und oben
10. Kühl
11. Einlaufen
12. Captain future
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