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CD Kritik vom 5.9.2008

Sven van Thom: Phantomschmerz

Sven van Thom: Phantomschmerz | CD Kritik
Sven van Thom
Phantomschmerz

Mit Vorsicht zu genießen

Sven von Thom kommt aus Berlin und ist dort schon seit knapp zehn Jahren musikalisch aktiv. Der nur 1,69 Meter große Sänger hatte von Anfang an das Problem, dass er aufgrund seiner große nicht so recht auffällt. Dafür ist er einfach nicht groß genug.

Das war einmal. Seit sein Song "Trauriges Mädchen" im TV als Hintergrundmusik lief, ging bei MySpace und YouTube ein wahrer Run auf seine Musik los. Bei YouTube insofern interessant, als dass es zunächst überhaupt kein Video gab - trotzdem gab's über 100.000 Views pro Wochenende. Nicht schlecht...

Mit "Phantomschmerz" bringt Sven van Thom (nettes Wortspiel übrigens) jetzt seine Debüt-CD heraus. Hier zeigt er anhand 14 Tracks, was er so gelernt hat. Und das kann sich von der musikalisch-technischen Seite durchaus hören lassen.

Problem bei Sven van Thom ist, dass er überwiegend doch sehr melancholisch und traurig daherkommt. Zumindest musikalisch gesehen. Das schlägt auf Dauer kräftig auf das Gemüt. Insofern sollte man als seelisch labiler Mensch lieber nicht an einem regnerischen Sonntag im November zu dieser Platte angreifen. Ansonsten ganz netter Gitarrenpop, der allerdings hier und da zu sehr ins Seichte abdriftet.

Playlist:

1. Trauriges Mädchen
2. Ich könnte weinen
3. Terroristen aus Liebe
4. Schatz halt's Maul
5. Blender
6. Schlecht im Lügen
7. Lady Snowflake
8. Jeannette
9. Gefühle sind Säue
10. Unsere erste Scheidung
11. Sing ein Lied
12. Sie hatte einen Namen
13. Wenn du gehen willst
14. Jaqueline (Ich hab Berlin gekauft)

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