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Was machen mit viel Freizeit?
Deichkind sind eine Band mit Tradition. Wer auf Schubladen steht, sortiert sie noch immer gern unter "HipHop" ein. Diese Stilrichtung wird ihnen spätestens seit 2005 aber nicht mehr gerecht. Und interessanterweise haben Deichkind auch nie für sich beansprucht, eine HipHop-Band zu sein. Die Wurzeln allerdings, das kann man schon sagen, liegen beim Rap.
Dem sind Deichkind bis heute auch treu geblieben. Das gilt auch für das neue Album "Arbeit nervt". Textlich gesehen wird hier herzlich wenig gesungen, dafür aber ordentlich gerappt. Teilweise übrigens auch genuschelt, gelallt und noch so einiges mehr. Auf jeden Fall recht amüsant. Sound und Texte gehen bei jedem Song ins Ohr, man sollte aber eine deutliche Affinität zu elektronischer Musik haben - sonst geht da nicht viel.
Bei "Arbeit nervt" haben Deichkind mit Ferris MC einen alten Bekannten reaktiviert. Eigentlich dachte Musik-Deutschland ja, dass sich Ferris MC schon in Rap-Rente befände. Mitnichten. Auf "Arbeit nervt" gibt er wie üblich Vollgas. Und das passt auch so richtig schön in das ganze Konzept der CD.
Übrigens: Wer sich noch an "Krieg der Welten" von Steven Spielberg und mit Tom Cruise erinnert, der wird sich beim Opener "Hört ihr die Signale" fragen, ob ihm nicht das ein oder andere "Geräusch" auf der Deichkind-CD bekannt vorkommt. Ehrlich gesagt wurde das betreffende Geräusch mehr als perfekt in einen Song integriert. Obwohl man das eigentlich kaum geglaubt hätte.
Playlist
1. Hört Ihr die Signale
2. Dicker Bauch
3. Arbeit Nervt
4. Ich und mein Computer
5. 23 Dohlen
6. Luftbahn
7. Metro
8. Klötersound
9. Gut dabei
10. Im Raucherzimmer
11. Travelpussy
12. Hoverkraft
13. Komm rüber
14. Urlaub vom Urlaub
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