
Tiefgehender Sound
Mar ist eines dieser winzigen Hoffnungsschimmer voller gut durchdachter Musik. Ein Musikkollektiv, das allein das Ziel hat, seine Hörer zu packen, um sie in die Höhe zu packen. Mar bringt mit "The Sound" jenen handgemachten Indiesound, den man braucht, um sich für einen langen Moment vom Alltag zu verabschieden. Instrumente wie Violine, Cello sorgen für die nötige warme Stimmung. Mit "The Sound" fühlt man sich in die Siebzigerjahre zurückversetzt, als man mit Blumen in den Haaren das Leben fröhlich und unbeschwert feierte.
Die richtigen Kontakte halfen Mar auf die Bühne für eine größere Öffentlichkeit. So wurden The Album Leaf auf sie aufmerksam und engagierten sie 2005 für sich als Vorgruppe. Und auch Sigur Ros blieb das Talent der Fünf nicht lange verborgen. Er lud sie nach Island ins Studio, indem auch schon Künstler wie Björk und Emiliana Torrini ihre Alben einspielten. Heraus gekommen ist ein beachtliches Debüt, das nun von "The Sound" abgelöst wird.
Man kann alles mögliche auf "The Sound" von Mar erwarten, nur keine lauten Töne, sondern zarte, zurückhaltende, beruhigende. Titel, denen es aber nicht an Kraft und Tiefe fehlt. Trotz erster Lorbeeren sind von der Ursprungsformation nur noch der Bandleader dabei. Vielleicht kein gutes Omen, aber er hat engagierte Leute an seiner Seite, die den Nachfolger zu einem ausgereiften Werk machen. Wer mit der Musik von The Notwist und Get Well Soon etwas anfangen kann, könnte auch an Mar Gefallen finden.
1. A Celebration
2. Mother Star Sun
3. Icarus
4. Sounds
5. Signs
6. Lover
7. Last Night
8. underwater
9. Cabin Fever
10. The Atheist
11. Farewell
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