
Humoristisch leicht
Olli Dittrich war einer der Doofen, einer für alle, hatte auf zwei Stühlen eine Meinung, schlurfte als biertrinkender Siff-Normalo durch einen Imbiss und schwang die Schlagstöcke bei Texas Lightning. Und immer wieder sucht er die Herausforderung. Mit "11 Richtige" liegt nun seine Neue auf dem Tisch.
Und eigentlich ist Olli Dittrich bei aller Verwandlung immer eins gewesen und geblieben: Musiker. Wer wusste schon, dass 1977 seine erste Platte erschien? 250 Lieder hat er geschrieben (unter anderem für James Last und die Prinzen). Und nun ist er mal ganz und gar im Vordergrund, allein mit sich und seinen Liedern, aber mit viel opulentem Arrangement. "11 Richtige" ist also alles andere als ein schnell produziertes Werk, weil grad nichts anderes läuft.
Nein, "11 Richtige" könnte ein erfrischendes Pendant zum Historie-Sound eines Götz Alsmann sein. Denn Dittrich beschreitet ähnliche Wege. Altmodisch modern sozusagen, mit fast allen Songs aus der eigenen Feder, mit Orchester (55 Solisten), Streichquartett, Männerchor, Mandoline, Banjo, Harfe und Horn und Gastmusikern (wie David Garrett an der Geige). Das war ein gutes Stück Arbeit. Und die ist natürlich bei aller Finesse auch humoristisch. Mit "11 Richtige" ist der Weg frei, um "leichte Musik schwer zu nehmen und ernste Musik mit Leichtigkeit. Das kann so nur Olli Dittrich...", sagt einer, der ebenfalls stets mit den Worten jongliert: Roger Willemsen. Was gibt es da noch groß zu ergänzen?
1. Kein Wort wahr
2. Kleines Herz (springt wie ein Känguru)
3. Die größte Liebe (ist die, die man nicht bekommt)
4. Ich habe keine Tränen mehr
5. Du bist die Sonne
6. Was ist denn hier los?
7. Noch einen Tanz
8. Wirklich schade
9. Keine Zeit
10. Unsere Gedanken
11. Bonus Track: Ich habe keine Tränen mehr (feat. David Garrett)
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