
Das dreizehnte Album
Es war von vornherein ein übersichtliches Konzept, das wunderbar hätte klappen können. Das dreizehnte Album in der Geschichte von The Cure sollte mit vier Singles (mit jeweils einem Non-Album-B-Seiten Track) an jedem 13. im Monat ab Mai 2008 fulminant eingeläutet werden. Das Album selbst - "4:13 Dream" - am 13. Oktober der umfangreichen Fangemeinde zum Fraß vorgeworfen werden, wenn sich dieser Veröffentlichungstermin nicht aufgrund der üblichen Marktmaschinerie, die eine solche Spielerei eigentlich nicht zulässt, verschoben hätte. Und so musste man sich noch zwei weitere Wochen gedulden, um in den Genuss dieses kleinen Jubiläumsalbums zu kommen. Und "4:13" hat nichts, an was man sich stören könnte.
Zuvor - am 13. September - klappte nach den Singleveröffentlichungen noch zeitgenau die Veröffentlichung eines Mini-Mixalbums mit ultralangem Megamix der bisherigen vier Singles - "Hypnagogic States" genannt. Hätte mans ich an diesem Mixalbum qualitativ orientiert, man hätte durchaus "4:13 Dream" im Regal liegen lassen können. Kein Vergleich. "Hypnagogic States" war eine Ansammlung an unsäglich banal abgemischter Versionen der ersten Appetithäppchen des kommenden Albums.
"4:13 Dream" dagegen ist ein typisches The Cure Album, das analoge Aufnahmetechnik feiert und Robert Smith und Co wieder zu Höchstform auflaufen lässt - mit dramaturgisch ausgeklügelten Momenten, die mit Ende des Albums ihren Höhepunkt erreicht. Die Intensität, mit der The Cure ihre Sachen einspielen, steigert sich mit zunehmender Spielzeit. Der aktuelle Longplayer ist endlich mal einer, der nicht von angeblichen wieder mal zitierten Trennungsgerüchten überschattet wird, sondern ganz sauber einfach nur gute Musik einer mehr als gefestigten Band liefert.
1. Underneath The Stars
2. The Only One
3. The Reasons Why
4. Freakshow
5. Sirensong
6. The Real Snow White
7. The Hungry Ghost
8. Switch
9. The Perfect Boy
10. This. Here And Now. With You
11. Sleep When I'm Dead
12. The Scream
13. It's Over
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