
"Special Interest" für irgendwen
Hier treffen Leute aufeinander, die jeder für sich schon extravagant sind. Gemeinsam sind sie das verrückte Kollektiv "Rogall & The Electric Circus Sideshow". Ach ja: dahinter stecken Rogall (von Nylon und Micatone), Earl Zinger (Galliano), ein Teil von Rocker Hi Fi, nämlich Farda P., Hugo Race und Henry Rollins. Was will man mehr?
Rogall & The Electric Circus Sideshow beinhaltet so ziemlich alles, was man sich nicht vorstellen kann: Raggae-Orchester, HipHop-Jazz, Endzeit-Experimentier-Western, Indie-Blues und alles mögliche, was eine Session so hergibt, wenn man ihr keine Grenzen auferlegt. Jedenfalls kann man die Artisten hüpfen und springen sehen und die Seiltänzer überschlagen sich.
Man muss seine Haare zurecht zupfen und alles ausschalten, was den Gesamteindruck Rogalls mit "Rogall & The Electric Circus Sideshow" schmälern könnte. Manchmal schimmern die Talking Heads durch. Es könnte aber auch Bob Dylan sein, der sich einer Stimmenoperation unterzogen hat und zu rappen versucht. Rogall ist nichts, was einem schon irgendwie mal zu Ohren gekommen ist. Und vermutlich möchte man dies auch in Zukunft nicht, sondern den Circus da lassen, wo er ist: entweder zwischen "Special Interest" beim Händler um die Ecke oder im heimischen CD-Player, um wenigstens dort nicht dem Verstauben zusehen zu müssen. Dazwischen gibt es nichts. Hop oder top.
1. Nuts’N’Bolts
2. Underground
3. Drive into the west
4. Wildlife
5. After last night
6. Foreign woman
7. Beyond garden walls
8. Crime baby
9. 10 ft. tall
10. Telephone call
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