
Grenzwertig aber spaßig
Auch wenn die persönlichen Metal-Zeiten schon ein paar Jahre her sind, kann man sich als Musikredakteur trotzdem immer wieder einen richtig schönen Spaß mit der Rezension eines Albums aus dieser Musikrichtung antun. Dieses Mal hat es die Jungs und Mädels von Nashville Pussy erwischt.
Die sind nämlich mit ihrem neuen Album "From Hell To Texas" am Start und bedienen damit so ziemlich jedes Klischee, was die Musikrichtung zu bieten hat. Angefangen vom richtig grottigen Cover über die tabak- und alkoholgegerbte Stimme des Nashville-Pussy-Frontsängers bis hin zu den überwiegend sinnlosen Texten bei denen es eigentlich immer um das gleiche geht - was Männer (und manche Frauen) eben gern in ihrer abendlichen Freizeit so machen.
Trotzdem machen Nashville Pussy Spaß. Weil es so verdammt nach Südstaaten-Romantik klingt. Außerdem passt die Musik in jeden B-Roadmovie. Auch einen Streifen wie "From Dusk Til Dawn" hätte man mit der Musik unterlegen können. Okay, man hält das alles zwar nur eine Viertelstunde aus (weil es teilweise wirklich dilettantisch klingt), aber so what?! Mit Sicherheit macht diese Band wirklich nur Musik aus Spaß an der Sache. Deswegen waren sie vermutlich auch die letzten drei Jahre auf Tour. Das geht nur mit extrem viel Herzblut.
1. Speed Machine
2. Lazy Jesus
3. Drunk Driving Man
4. Ain't You Business
5. I'm So High
6. From Hell To Texas
7. Dead Men Can't Get Drunk
8. Why Why Why
9. Pray For The Devil
10. Late Great USA
11. Stone Cold Down
12. Give Me A Hit Before I Go
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