
Nicht aus Schweden
Senor Torpedo klingt nach Durchstart und ungehindertem Eindringen in die Gehörgänge. "We Wanna Be From Sweden" ist ein kleines Elektro-Pop-Abenteuer. Und schon der erste Track "Control" könnte von der Dance-Kombo Hacienda stammen, kommt aber aus dem Dunstkreis des Kruder & Dorfmeisters-Imperiums. Der Track tastet sich langsam heran, bevor er in einem heftigen Tanz-Acid-Spektakel endet.
Dass kein Track mit dem anderen vergleichbar ist, ist das Angenehme an Senor Torpedo. Tanzbar sind sie alle, aber es hat eben auch jeder seinen speziellen Flair von brasilianischer Leichtigkeit bis abgebrühtes Digitalgeschraube mit durchtriebener Stimme á la Supermaxx' "Lovemachine" (Digital Dirt). Irgendwo ist immer was zu finden, was einem vertraut vorkommt und dennoch wird einem nicht langweilig.
Elektroclash und Popability: Mit "We Wanna Be From Sweden" ist der Inhalt genauso besonders wie der Albumtitel. Senor Torpedo sind Musiker aus Aachen und Berlin und arbeiten seit Frühjahr 2001 in unveränderter Besetzung zusammen. Ihr erstes Werk verkauften sie ohne Label im Hintergrund 2000 mal: ein Anfang. Mitdem aktuellen Longplayer ist's nun ein großer Fußtritt in Richtung durchdachter Danceflooreroberung, denn trotz Extravaganz ist ihre Substanz hörbar. Und sie können auch softer ("Q"). Also: Reinschnuppern und im besten Falle mit nach Hause nehmen.
1. Control
2. ...and the sun
3. Le Monde
4. Digital Dirt
5. Q
6. Reload
7. High (ruined by Karl Moestl)
8. Electrisé
9. Bugs'n'Horns
10. Believe
11. On Plane Off
12. Melt me '99
13. Electrise (RMX by Karl Moestl)
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