
Schweizer Geheimtipp
Sophie Hunger hat keine Nische entdeckt, aber es gibt keinen Grund, sie dennoch nicht zu mögen. Mit ihrem Album "Monday's Ghost" stolziert sie standsicher auf einem feinen Trapez. Sie hat bemerkenswerte Intonationen und Songs mit Intensität.
Sophie Hunger kann sich glücklich schätzen. Sie ist eine Künstlerin, die vor allem durch ihre Beharrlichkeit und Stimme auffällt. Die Schweizerin produzierte in Eigenregie ihr Debütalbum vor zwei Jahren und verkaufte ohne ein großes Label einige tausend Stück. Die ersten Live-Einladungen trudelten ein. Und nun ist es da, das zweite Album, ausgereiftes markantes Songwriting, das sich irgendwo zwischen den frühen Rainbirds und Alanis Morissette bewegt, mit der ganz besonderen Eigenart der Sophie Hunger.
Dabei ist das Album in nur zwei Wochen entstanden und vermittelt nicht den Eindruck eines Schnellschusses, sondern eines durchdachten kleinen Tonträgers, der seine Musikerin und Sängerin vielleicht dazu verhelfen könnte, aus dem Dasein eines Geheimtipps herauszubrechen. Umso erstaunlicher, dass Hunger offenbarte, selbst nicht viel von Musik zu verstehen und kaum Gitarre spielen zu können. Aber das ist sicher nur eines dieser typischen bescheidenen Aussagen einer talentierten selbstkritischen Künstlerin.
1. Shape
2. Round and round
3. The tpurist
4. Birth-Day
5. Monday's Ghost
6. House of Gods
7. Teenage spirit
8. The boat is full
9. Rise and fall
10. Waler für niemand
11. Beauty above all
12. A protest sing
13. Drainpipes
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