
Abgespact cool
Etliche Remixe und Maxis liegen hinter Carretta, der mit seinem Album Nummer drei und "Rodeo Disco" sein bisher üppigsten Album herausbringt.
Der Albumtitel kann dabei gerne programmatisch verstanden werden. Turbulente Discosounds, zehnfach belegt. Die Boxen auf Anschlag, die Glitzerjeans aus dem Schrank, den Eyeliner aufgetragen und gegen den Kollaps viel Flüssigkeit: Das ist Carrettas Rodeo Disco.
Der DJ ist seit zwanzig Jahren im Einsatz, mal mehr, mal weniger im Hintergund. Nicht der Typ für die große Show, eher für den großen Sound. Mit DJ Hell eröffnete er in den 90'ern die "International DJ Gigolos"-Geschichte mit Elektroclash rund um den Erdball. Sein aktueller Longplayer ist immer noch mächtig cool, featured die Siebziger mit den Sounds des neuen Jahrtausends. Schmusesound: Fehlanzeige. Da kreuzen auf Speed getrimmte Kraftwerkler seinen Sound (Running the planet), da wirft Jean Michel Jarre ein Sahnehäubchen auf den Rodeo (Goodbye Honey Moon), da crasht Sven Väth durch die Atmosphäre. Das Ding ist verdammt abgespact.
1. Dance Machine
2. New love
3. Love Lazer Dance Sex
4. Planet Research
5. Planetary Attraction
6. Disco Dance
7. New disco beat
8. Sex on the moon
9. Running the Planet
10. Goodbye Honey Moon
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