
Kein großer Wurf
Das Bindeglied fehlt zwischen Dzihan & Kamien. So hießen sie früher. Auf "Music Matters", dem neuen Album, ist alles anders, spartanischer, opulenter, je nach Track. Die Österreicher Mario Kamien und Vlado Dzihan gehen mit ihrem vierten regulären Studioalbum mit neuen Songs andere Wege.
Es fehlt das Bindeglied, das "&", symbolisch für die Veränderung. Herausgekommen ist eine Art Homemade-Produktion, in die die unterschiedlichsten Ideen verknüpft wurden, die das Album alles andere als rund machen. Wenn Kamien singt, ist es wie ein Comeback Gerry Raffertys, der mit der Bakerstreet.
Ist es Edgar Tones, einer der Gastvocalisten, klingt es wie ein verschrobener Rock'n'Roll-Electro-Track. Außergewöhnliche Kombinationen dominieren das neue Werk, das ebenso wenig auf Keyboards verzichtet wie auf Violine und Wurlitzer. Musik von Depri-Psycho-Lounge bis Pepp-Pop.
Der gewohnte Dzihan & Kamien Extra-Pfiff der früheren Veröffentlichungen bleibt aus. Vielleicht ist genau das gewollt, um zu überraschen. Leider leidet darunter die Langlebigkeit, zu schnell ist "Music Matters" auch schon wieder aus den Gehörgängen verschwunden, bevor es Zeit hatte, sich dort festzubeißen.
1. Busted
2. Take a minute
3. The time
4. E.P.A.
5. Life can be good
6. I wish
7. Bazooka
8. Summer fever
9. My music
10. Waiting
11. Worm
12. Supreme wellbeing
13. Mr. Dolby
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