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CD Kritik vom 25.9.2009

Frogg: Blink Blink

Frogg: Blink Blink | CD Kritik
Frogg
Blink Blink

Seeed-Spin-Off

Es ist Sommer und es ist das Jahr 2000. Eine Frau namens Mills befindet sich auf einer Welt-Europareise, die sie über Ägypten und Südafrika nach Berlin geführt hat. Berlin gefällt ihr und sie bleibt. Zur gleichen Zeit arbeitet ein junger Mann an seiner musikalischen Zukunft. Mo Delgado produziert und spielt Saxophon in verschiedenen Projekten und ist Gründungsmitglied einer vielköpfigen Bläser-Dance-Reggae-Formation namens Seeed, einer Band, der aufgrund ihrer bloßen Größe, keine Überlebenschancen im Musikgeschäft zugetraut wurde. Nebenbei organisiert Mo eine der anspruchsvollsten und mittlerweile legendären Jam Sessions Berlins.

Im Berliner Acud treffen sich jeden Dienstag experimentierfreudige und talentierte Musiker, um vollkommen frei und ohne alle Standards zusammen Musik zu machen. Mills betrat den Club und dachte, sie sei im Himmel. Noch nie zuvor hatte sie eine derartige Freiheit erlebt. Noch nie zuvor hatte sie die Kraft der Musik so intensiv gespürt wie hier. Die Energie ist erdrückend und gleichzeitig befreiend. Musik. Endlich. Ohne Schranken und Beschränkungen. Nicht so wie die spießigen Londoner Jazz Sessions, die nach zwei Stunden beendet sind. Hier geht es die ganze Nacht. Mills betritt die Bühne und der Saxophonist, der das Ganze organisiert, scheint auch eine gewisse Energie auszustrahlen. 

Zwei Monate lang kommt sie regelmäßig zu den Sessions, zwei2 Monate in denen sich Mills und Mo musikalisch annähern, sich kennen lernen und verstehen.  Mo und Mills arbeiten die folgenden Jahre konstant an ihrer gemeinsamen Musik. 2006 findet der erste Auftritt von Frogg im Rahmen des "Fertilizer Festival" in London statt, auf dem sich deutsche Bands einem britischen Publikum präsentieren. Seeed ist ebenfalls am Start und an den Plattentellern bei Frogg steht dann auch kein anderer als der langjährige Seeed Plattendreher DJ Luke. Zusammen performen sie ein halbstündiges Set und ernten wahre Begeisterung. 

Mit dem Album "Blink Blink" legen Mo und Mills nun aber einen Höhepunkt ihres Schaffens und ihrer Arbeiten vor, die sie in den letzten Jahren produziert haben. Ausnahme ist das "Bullfrogger Interlude", auf dem DJ Luke zum ersten Mal auch in der Rolle des Produzenten in Erscheinung tritt.

Playlist:

1. Hummer Intro
2. Bitch
3. Tell Me
4. Sauna
5. Rooz Revive
6. People
7. So's Ya Mama
8. How Can You?
9. Bullfrogger Interlude
10. Fatness
11. I Belong To Me!
12. A.K.A.
13. Shut Tha Fuck Down!
14. Save The World
15. With You

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