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CD Kritik vom 11.12.2009

Charlotte Gainsbourg: IRM

Charlotte Gainsbourg: IRM | CD Kritik
Charlotte Gainsbourg
IRM

Englisch-Französisches Werk mit Beck

Manchen ist sie noch gar kein Begriff. Einigen nur in der Schauspielbranche. Wiederum andere kennen sie bereits als Sängerin, dafür aber nicht als Schauspielerin. Und ganz andere wiederum kennen beide Seiten der symphatischen Charlotte Gainsbourg. Die Französin ist sowohl Schauspielerin, als auch Sängerin. Wurde es in letzter Zeit musikalisch eher ruhig um die hübsche 38-jährige, meldet sie sich nun mit ihrem dritten Album "IRM" wieder zurück.

Als musikalische Unterstützung holte sie sich für dieses Album niemanden geringeren als Beck mit ins Boot. Dieser sollte dem Album einen neuen Sound verleihen. Und auch textlich sollte Beck das neue Album größtenteils mitbestimmen. Gainsbourg wollte nicht, wie bei ihrem Vorgänger "5:55" nur Melodien und Texte vorgelegt bekommen und einfach singen, sondern bei diesem Album schon bei der Entstehung aktiv mitwirken. Die kreative Hauptarbeit lag aber in den Händen von Beck.

Der Titel des Albums lässt sich zwar schwer, aber eindeutig beschreiben. Bei einem Skiunfall verletzte sich Charlotte Gainsbourg stark am Hinterkopf und musste mehrmals zur Kernspintomographie in eine Röhre geschoben werden, welche ihr Angst machte. IRM ist eine Abkürzung und steht für die französische Bezeichnung "Imagerie par résonance magnétique". Im Titel "IRM" verarbeitet Gainsbourg ihren Skiunfall und der darauf folgenden Behandlung dann auch gleich mit den Worten "Leave my head demagnetized, tell me where the trauma lies". Persönlicher geht ein Album fast nicht mehr.

Das Album ist eine Runde Sache. Die Stimme von Charlotte Gainsbourg klingt nicht, wie man es von einer Schauspielerin erwartet und das Album wurde gut produziert und arrangiert. Alleine die Kooperation mit Beck ist mindestens ein Probehören wert. Die Platte kann jedoch definitiv mehr und wird von Mal zu Mal immer besser. Sicherlich nicht ein gängiges Mainstreamalbum, durchaus aber was für Musikliebhaber.

Playlist:

1. Masters Hand
2. Irm
3. Le Chat du Café des Artistes
4. In the End
5. Heaven can wait
6. Ma and Jane Doe
7. Vanities
8. Time of the assassins
9. Trick Pony
10. Greenwich mean time
11. Dandelion
12. Voyage
13. La Collectionneuse

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