
"Back to the roots" geht anders
Mit 10 Studioalben auf der Vita kann Snoop Dogg wohl mehr als zufrieden mit sich sein. Der Rapper hatte in den letzten Jahren viele seiner Fans verloren und will diese mit altbekanntem "Gangsta Rap" wieder zurück gewinnen. Das neue Album "Malice 'N Wonderland" geht wieder "back to the roots" und mit einem anzüglichen Cover ins Rennen. Doch das Cover verspricht mehr Kreativität als es inhaltlich zu bieten gibt.
Auf "Malice 'N Wonderland" geht es mehr als nur 0815-Mainstreammäßig zu. Langweiliger Pop-Rap vom feinsten, dabei wurde einem für dieses Album doch der gute alte "Gangsta-Rap" versprochen. Das neue Album von Snoop Dogg beginnt mit einem fragwürdigen Intro - die 14 Sekunden hätte man wirklich besser nutzen können. Gleich zweimal ist The-Dream auf diesem Album als feat. Artist zu hören. "Gangsta Luv" und "Luv Drunk" haben nicht nur Ähnlichkeit im Titel, sondern auch im Sound. Das ist kein Rap mehr, das ist weichgespülter R'n'B mit Rappassagen.
Bei "Pronto" muss man sich ganz schnell mit Südstaatenrap anfreunden. Viele Bässe und schräge Melodien dominieren bei diesem Track, welchen Snoop Dogg gemeinsam mit Soulja Boy aufgenommen hat. Soulja Boy selbst präsentiert sich bei diesem Track äußerst gut, fast schon zu gut. Snoop Dogg muss glatt aufpassen nicht unterzugehen und kann einen Untergang nur mit fast schon bissigen Raps gerade noch so verhindern.
Viele Tracks auf "Malice 'N Wonderland" klingen gleich - gleich langweilig. Zeitweilig sind sich die Stücke so ähnlich, dass man wirklich entnervt vorzeitig den nächsten Song anspielen muss. Sowas ist eigentlich sehr schade, lässt sich hier aber nicht verhindern - zumindest bis "Secrets" durch die Lautsprecherboxen tönt. Eine Nummer, die die Sonne wieder scheinen lässt und an den alten Snoop Dogg erinnert. So hätte gerne ein Großteil des Albums sein sollen.
Man muss also unterm Strich sagen, dass das Album durchaus gutes zu bieten hat. Leider gibt es aber keine Linie in diesem Album und man wird sich dieses Album nicht ganz so oft anhören. Die alten Fans, die sich schon auf den alten Snoop Dogg gefreut haben, werden weiterhin enttäuscht sein und dieses Album höchstens kaufen, damit ihre Sammlung vollständig ist. Das wird dann auch das einzige sein, worüber sie sich freuen.
1. Intro
2. I Wanna Rock
3. 2 Minute Warning
4. 1800 (Featuring Lil Jon)
5. Different Languages (Featuring Jazmine Sullivan)
6. Gangsta Luv (featuring The-Dream)
7. Pronto (Ft. Soulja Boy Tell 'Em)
8. That's Tha Homie
9. Upside Down
10. Secrets (Featuring Kokane)
11. Pimpin Ain't EZ (Featuring R. Kelly)
12. Luv Drunk (Featuring The Dream)
13. Special (Featuring Brandy and Pharrell)
14. Outro
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