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CD Kritik vom 22.1.2010

Duncan Townsend: Out Of The Red

Duncan Townsend: Out Of The Red | CD Kritik
Duncan Townsend
Out Of The Red

Vielversprechendes Erstlingswerk

Eine Geschichte, wie sie kein Autor der Welt hätte schöner schreiben können. Ein junger Brite verliebt sich in eine deutsche Schauspielerin und folgt ihr nach Köln. Nachdem die Beziehung in die Brüche geht, findet sich der junge Brite in einem fremden Land mit einer fremden Sprache wieder und wagt ein Abenteuer. Er zieht von Köln nach Hamburg um dort ein Leben als Musiker zu beginnen. Jetzt, 5 Jahre später, veröffentlicht der junge Brite namens Duncan Townsend sein Debütalbum "Out Of The Red".

Geprägt durch die Erlebnisse der letzten Jahre erzählt uns Duncan Townsend auf seinem Debütalbum seine Geschichte. Wie er nach Deutschland gekommen ist, wie seine Liebe zerbrach, wie sehr er seine englische Heimat Nottingham vermisst und wie sehr er seine neue Heimat Hamburg liebt. Der Sänger brachte sich zwar in unglaublich schneller Zeit die deutsche Sprache bei, zieht es aber dennoch vor, seine Texte auf Englisch zu verfassen. Und das tut er nicht so lapidar wie andere. Seine Texte stecken voller Raffinessen und Metaphern.

Das Album startet voller Elan und mit der ersten Singleauskopplung "Go! Go!". Ein Song der von Entschlossenheit und Stärke geradezu strotzt. Ein Song der ins Ohr geht und dort für Stunden bleibt. Aber auch die anderen 12 Titel auf dem Album faszinieren. Bei einem Debütalbum, welches nicht bei einem der großen Majorlabels veröffentlicht wird, erwartet man zumeist doch etwas, was noch unfertig wirkt. Dies ist hier allerdings ganz und gar nicht der Fall. Es sind gerade die einfühlsamen Melodien, die Duncan Townsend so charmant mit seiner Akustikgitarre eingespielt hat, die einen sofort fesseln und gespannt zuhören lassen. Die Hommage an seine Heimat "Arms Of Madness" versprüht eine Melancholie die geradezu verzaubert. Und die Ballade "Because I Love You So" lässt nicht nur Frauenherzen höher schlagen, sondern überzeugt ebenso musikalisch. Ein perfektes Miteinander von Gitarre und Schlagzeug.

Auch seine neue Heimat Hamburg kommt auf dem Album nicht zu kurz. Die Stadt in der er viele Freunde und Kollegen kennen gelernt hat. Die Stadt die ihm alles ermöglicht hat und die ihn aufgefangen hat, als er plötzlich ohne alles da stand. Der Song "Out Of The Red", Namensgeber für das Album, beschreibt seine Verbindung zum Stadtteil St. Pauli und der Reeperbahn. Er markiert gleichzeitig den Abschied vom gewohnten Alten und die Freude auf das neue Unbekannte, das da kommen mag. Weitere Anspieltipps sind die Titel "Such An Old Story", "Painted Like A Picture" und "Don't Fight". Welche allesamt die Fähigkeiten von Duncan Townsend auf eine perfekte Weise präsentieren.

Playlist:

1. Go! Go!
2. Painted like a picture
3. Such an old story
4. You shine
5. It's here
6. Because I love you so
7. Fair's fair
8. God's Speed
9. Arms of madness
10. Lay down
11. The good time
12. Out of the red
13. Don't fight

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