
Heiter, melancholisch und irgendwas dazwischen
Der Song "Kein Schwein ruft mich an" hat ihn deutschlandweit Bekannt gemacht. Max Raabe hat, nachdem er seit 1986 das Palast Orchester mit seinem Talent erfreut hat, nun sein erstes eigenes Studioalbum veröffentlicht. Und damit schafft er elegant einen Spagat zwischen ruhigen Liedern und Musik die gut zur Hausarbeit genutzt werden kann - und das ist hier positiv gemeint.
Dass Max Raabe als Bariton durchaus eine gute Gesangsleistung abliefert, wird niemanden überraschen. Überraschend hingegen ist die gelungene Abwechslung auf diesem Album. Es wechselt zwischen todtraurigen Liedern und durchaus tanzbare Stücke. Und immer genau das richtige um die alten Tanzschuhe rauszuholen und seine Gattin zum Tanz aufzufordern.
Der Mann versteht was er macht. Die Lieder, größtenteils alle gegen Ende der Weimarer Republik entstanden, werden von ihm in ein symphatisches und schwungvolles Kleid gehüllt. Begleitet wird Max Raabe von Christoph Israel am Flügel. Die beiden schaffen es mehr als gelungen, den alten Stücken frischen Wind einzuhauchen. Die Stücke selbst wurden alle im Sommer 2009 im "Rainbow Studio" in Oslo von Jan Erik Konshaug.
1. Weißt du was du kannst
2. Erst sagen sie ja
3. Was weißt du wenn
4. Ninon
5. Lebe wohl, gute Reise
6. Ohne Worte lass uns scheiden
7. Ein Lied geht um die Welt
8. Ich bin ja nur eine Laune von dir
9. Sag ich blau, sagt sie grün
10. Ich schau in deine Augen
11. Sag nicht du zu mir
12. Vier Worte möchte ich dir sagen
13. Irgendwo auf der Welt
14. Wenn der Wind weht übers Meer
15. Ganz dahinten wo der Leuchtturm steht
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