
Drittes Album einer unterschätzen Band
Seitdem OK Go 2006 ein legendäres Video zu ihrem Song "Here It Goes Again" bei Youtube online gestellt haben und das Video seitdem alleine auf ihrem offiziellen Channel fast 50.000.000 Mal angesehen wurde, haben sich die vier Herren aus Chicago eher mit ihrer Tanzperformance als mit ihrer Musik einen Namen gemacht. Dies soll sich mit dem neuen Album "Of The Blue Colour Of The Sky" ändern.
Auf dem inzwischen dritten Studioalbum der Band gibt es sowohl melancholische und ruhige als auch funkige und tanzbare Stücke. Die Vorabsingle "WTF?", welche gleichzeitig auch der Opener des Albums ist, geht direkt in Ohr und Beine und erinnert stark an den Song zum legendären Video aus 2006. Man kann somit sagen, dass sich OK Go ihrem Stil treu bleiben, dennoch hat dieses Album mehr zu bieten.
Der fünfte Track auf dem Album "Skyscrapers" kommt mit knappem aber sinnvollem Text um die Ecke und kann mit Minimalistik überzeugen. Ein Favorit auf dem Album ist "Last Leaf". Begleitet nur von einer Akustikgitarre überzeugt Sänger Damian Kulash einen auf Anhieb. Und das ist nicht nur bei besagtem Titel so. Neben den teilweise sehr wilden und experimentellen Klängen von OK Go ist die Stimme des Leadsängers eine wahre Kontinuität. Eine Stimme die man sich vor allem länger als nur für einen Track anhören kann. Das hat Hand und Fuß.
Als Produzent konnte Dave Fridmann ins Boot geholt werden, der bereits mit Größen wie "MGMT" gearbeitet hat. Der Sound auf dem Album ist überzeugend und sollte den Ruf der Band, "Das-sind-doch-die-von-Youtube", endgültig vergessen lassen. OK Go können mehr als nur amüsant anzusehende Videos produzieren. Hauptsächlich nämlich Musik, welche die Tanzflächen einer jeden Party füllen kann – und das mit niveauvoller und tanzbarer Musik.
1. WTF?
2. This Too Shall Pass
3. All Is Not Lost
4. Needing/Getting
5. Skyscrapers
6. White Knuckles
7. I Want You So Bad I Can't Breathe
8. End Love
9. Before The Earth Was Round
10. Last Leaf
11. Back From Kathmandu
12. While You Were Asleep
13. In The Glass
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